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Erfolgsgeschichte

Suchfälle, die aus der Trennung von Familien infolge von Flucht und Vertreibung resultieren, gleichen sich häufig sehr: Sie werden initiiert von Angehörigen, die die Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht aufgeben wollen und sich unermüdlich um Klärung des Vermisstenschicksals bemühen; oftmals über viele Ländergrenzen hinweg.

Nicht alle unserer Suchfälle enden so glücklich, wie im nachfolgenden Beispiel geschildert:

Im Mai 2009 erhielt der DRK-Suchdienst am Standort in München von den Suchdienst-Kolleginnen des Schweizerischen Roten Kreuzes eine Rotkreuz-Familiennachricht für ein somalisches Kind, das irgendwo in Deutschland lebe.

Verzweifelt gesucht wurde das Kind von seiner Mutter, einer Somalierin, die sich in einem Flüchtlingscamp in Kenia befand. Sie hatte damals zwei Rotkreuz-Familiennachrichten geschrieben, eine für ihre Tochter und eine für ihre Schwägerin. Die Nachrichten wurden vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Kenia an das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) weitergeleitet. Der Suchdienst des SRK konnte die Schwägerin der Suchenden in der Schweiz ausfindig machen. Diese gab dann den entscheidenden Hinweis, die gesuchte Tochter sei von einer deutschen Pflegefamilie in Hessen aufgenommen worden.

Das SRK beauftragte daher den DRK-Suchdienst, das Kind in Deutschland zu suchen. Zunächst waren diese Bemühungen jedoch erfolglos: Alle Anfragen bei Einwohnermelde- und Jugendämtern sowie beim Ausländerzentralregister blieben ohne Ergebnis.

Erst nach intensiver Recherche einer Mitarbeiterin des DRK-Suchdienstes, u.a. in einem sozialen Netzwerk im Internet, konnte eine junge Frau mit ähnlichem Namen wie dem der Gesuchten gefunden werden. Ihr im Internet angegebenes Geburtsdatum wich jedoch um mehrere Jahre von den aus Kenia stammenden Angaben ab; diese junge Frau wohnte auch nicht in Hessen, sondern in Baden-Württemberg.

Um ganz sicher zu gehen, dass die per Internet ermittelte Frau die gesuchte Tochter aus Somalia war, wandte sich der Suchdienst zunächst an das Jugendamt in der genannten baden-württembergischen Stadt. Schließlich konnte so die Adresse der Pflegefamilie ausfindig gemacht werden.

Um den Besonderheiten dieses Falles gerecht werden zu können, insbesondere der Minderjährigkeit sowie dem Umstand, dass das Kind bei einer Pflegefamilie lebte, wurde ein Mitarbeiter des Suchdienstes des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg in Stuttgart eingeschaltet, um in persönlichen Kontakt mit dem Kind und der Pflegefamilie zu treten.

In der Zwischenzeit erreichte den DRK-Suchdienst über das IKRK in Kenia eine weitere Rotkreuz-Familiennachricht der somalischen Mutter für ihr Kind.

Glücklicherweise konnte sich der Suchdienst-Mitarbeiter aus Stuttgart recht bald persönlich davon überzeugen, dass es sich bei der -im Internet recherchierten- jungen Frau tatsächlich um das gesuchte Kind aus Somalia handelte. Beide Rotkreuz-Familiennachrichten konnten so zur großen Überraschung und Freude des Mädchens übergeben werden.

Die inzwischen volljährige Frau steht nun dank des internationalen Suchdienst-Netzwerks des Roten Kreuzes in schriftlichem Kontakt mit ihrer Mutter in Kenia.