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Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Besonders dramatisch ist die Situation von Kindern, die von Menschenschmugglern nach Europa gebracht werden. Auf der Flucht werden sie oft durch die Schlepper unter teils dramatischen Umständen von ihren Angehörigen getrennt und sind dann vollkommen auf sich allein gestellt. Während einige Kinder es direkt nach Europa schaffen, bleiben andere jahrelang in Iran oder Pakistan.

Der gravierende Zuwachs der Suchanfragen von und nach unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen stellt den DRK-Suchdienst vor besondere Herausforderungen. Die enge Vernetzung mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz und den nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften ist bei den Suchdienst-Aktivitäten unverzichtbar. Oft wissen Flüchtlinge nicht, wo in Europa sich ihre Familienmitglieder aufhalten, so dass zahlreiche Anfragen an verschiedene nationale Rotkreuzgesellschaften gerichtet werden müssen. Zur Erleichterung der Suche innerhalb der EU haben die europäischen Rotkreuzgesellschaften eine gemeinsame Suchdatenbank eingerichtet, auf die die Rotkreuz-Suchdienste in ganz Europa zugreifen können.

Seit 1. Januar 2014 ermöglicht die neue Dublin-III-Verordnung unbegleiteten minderjährigen Asylantragstellern die Wiederherstellung familiärer Verbindungen mit Eltern, Kindern, Geschwistern, Tanten, Onkeln und Großeltern, wenn diese bereits in einem Mitgliedstaat der EU leben. Die Mitgliedstaaten werden zur Verwirklichung dieses Rechtes verpflichtet, unverzüglich nach Asylantragstellung geeignete Schritte zur Suche nach den Familienangehörigen einzuleiten, sollte der Aufenthaltsort der Angehörigen unbekannt sein. Außerdem ist der Zugang zu den Suchdiensten internationaler relevanter Organisationen zu erleichtern. In diesem Zusammenhang sind das Rote Kreuz und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in der Durchführungsverordnung zur Dublin-III-Verordnung ausdrücklich erwähnt.

Die Suchdienst-Leitstelle hat dazu ein Positionspapier erarbeitet, das Empfehlungen für die Suche nach Familienangehörigen  unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge im Rahmen der Dublin-III-Verordnung gibt;  das Wohl der Minderjährigen steht dabei im Mittelpunkt. Zugleich gibt das Positionspapier Auskunft über die Grundsätze der Suchdienstarbeit hinsichtlich unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge und dazu, wie der DRK-Suchdienst bei Suchanfragen verfährt, die sich aus der neuen Dublin-III-Verordnung ergeben könnten.

Das Positionspapier können Sie hier herunterladen.

Ein Flyer für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge erklärt Kindern und Jugendlichen die Angebote des DRK-Suchdienstes für sie, insbesondere im Hinblick auf die Suche nach Angehörigen während des Asylverfahrens in Europa. Hier finden Sie den Flyer in derzeit 8 Sprachen.