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Ausstellung Friedland-Bahnhof

Ein ganzer Raum in der Ausstellung ist der Arbeit des DRK-Suchdienstes gewidmet.
Ein ganzer Raum in der Ausstellung ist der Arbeit des DRK-Suchdienstes gewidmet.

Mehr als vier Millionen Menschen kamen seit der Gründung am 26. September 1945 über das Lager in Friedland in die Bundesrepublik Deutschland und haben dort zeitweise gelebt. Ursprünglich von der britischen Militärverwaltung als Aufnahmelager für Vertriebene aus den ehemaligen Reichsgebieten östlich von Oder und Neiße sowie für zurückkehrende Kriegsgefangene aus der Sowjetunion errichtet, wurde das Lager sehr bald auch erster Zufluchtsort für Menschen aus dem Ausland, die vor Bürgerkriegen und politischen Repressionen aus ihren Herkunftsländern geflohen waren.

Hierzu gehörten in den 1950er Jahren Flüchtlinge aus Ungarn, die nach dem gescheiterten Aufstand gegen die kommunistische Regierung ihr Land verließen, und in den 1970er Jahren verfolgte Pinochet-Gegner aus Chile sowie sog. Boat People aus Vietnam. Darüber hinaus durchliefen das Lager vor allem Aussiedler und Spätaussieder aus Polen, aus anderen ost- und südost-europäischen Staaten sowie aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion. Es kamen aber auch Flüchtlinge aus Albanien und dem ehem. Jugoslawien sowie sog. jüdische Kontingentflüchtlinge.

Seit 2011 dient die Einrichtung auch als Erstaufnahme des Landes Niedersachsen für Asylsuchende. Derzeit sind im Lager vorwiegend Flüchtlinge aus Syrien untergebracht. Das neue Museum im historischen Bahnhof von Friedland dokumentiert die wechselvolle Geschichte des Ortes und der Menschen, die hier Aufnahme fanden und nach wie vor finden. Dem interessierten Besucher vermittelt die interaktiv gestaltete Ausstellung auch Einblicke in die Geschichte der humanitären Leistungen der deutschen Gesellschaft, der Bundesregierung und der vielen im humanitären Bereich tätigen Institutionen und Wohlfahrtsverbände.

Dem DRK-Suchdienst ist in dem Museum ein ganzer Raum gewidmet. An Hörstationen und Touchscreen-Bildschirmen können Besucher sich zu ausgewählten Arbeitsweisen des DRK-Suchdienstes informieren. Telegramme, Schreiben, Bildlisten, Fotos und Suchplakate dokumentieren die aus heutiger Sicht unvorstellbar mühsame Suchdienst-Arbeit in der damaligen Zeit. Die gegenwärtigen Aktivitäten des DRK-Suchdienstes und seines internationalen Suchdienstnetzwerkes der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften finden sich noch nicht in der Ausstellung wieder; eine Erweiterung des Museums auf dem Lagergelände ist aber geplant.