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Ehrenamtliche Unterstützung bei der Internationalen Suche (Seite 2)

Margit Diller-Frömmel diskutiert den aktuellen Fall mit einer hauptamtlichen Kollegin.
Margit Diller-Frömmel diskutiert den aktuellen Fall mit einer hauptamtlichen Kollegin.

Für die ausgelasteten Suchdienst-Beratungsstellen sind die ehrenamtlichen Helfer eine große Unterstützung. Sie bringen nicht nur ihre Zeit mit, sondern auch die notwendige Empathie und Motivation. Sie haben Lust, sich zu engagieren, berichten von großer Gastfreundschaft bei den besuchten Familien und Freude an der Arbeit.

„Es entspricht meinem  demokratischen Grundverständnis, dass man sich für die Gesellschaft engagiert“, sagt Margit Diller-Frömmel. „Ich bin seit ein paar Jahren in Rente und möchte mich engagieren. Mein Mann ist als Nachwuchstrainer in einem Sportverein ebenfalls ehrenamtlich engagiert.

Erste Hilfe-Ausbildung gehört dazu
Die Arbeit mit Ehrenamtlichen ist in den drei Landesverbänden jeweils leicht unterschiedlich organisiert. Aber gemeinsam ist, dass alle Ehrenamtlichen, die neu zum Roten Kreuz kommen, an einem vom DRK-Suchdienst durchgeführten zweitägigen Ausbildungsworkshop und einem Erste-Hilfe Kurs teilnehmen.

„Wenn jemand mit einem T-Shirt vom Roten Kreuz unterwegs ist, muss diese Person auch Erste Hilfe leisten können. Das war mir sehr wichtig“, sagt Stefanie Lewis, Leiterin Suchdienst im DRK-Landesverband Brandenburg.

Die Ehrenamtlichen haben oft einen Job und können nur an wenigen Terminen pro Monat Zeit zur Verfügung stellen. Etwa jeden Monat gibt es auch ein Treffen, bei dem alle Ehrenamtlichen im Landesverband zusammenkommen und die Arbeit besprechen. In Berlin organisiert Judith Klimin die Arbeit über einen gemeinsamen Online-Kalender.

Die Nachforschung geht weiter
Margit Diller-Frömmel steht inzwischen vor der Tür der jungen afghanischen Frau in Altdöbern. Sie klingelt und es öffnet eine ganz andere Person. Afghanistan? Nein, nicht hier.

Es stellt sich heraus, dass die Frau umgezogen ist, nach einem anderen Ort. Die neue Mieterin hat die genaue Adresse nicht. Aber die wird sich schon ermitteln lassen. Die zuständige DRK-Suchdienst-Beratungsstelle wird die Ergebnisse an die Fachgruppe „Internationale Suche und Familiennachrichten“ am DRK-Suchdienst Standort München weitergeben und dann womöglich eine neue Adresse bekommen. Margit Diller-Frömmel ist nun Teil eines engen Suchdienst-Netzwerkes und wird Schritt für Schritt dazu beitragen, dass sich zwei Menschen, die sich verloren haben, wieder finden.

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FAKTEN PILOTPROJEKT
EHRENAMT IM SUCHDIENST

- Pilotprojekt in den DRK-Landesverbänden Bayerisches Rotes Kreuz,
Berliner Rotes Kreuz und Brandenburg.

- jeder Landesverband bekommt einen Zuschuss für die Betreuung
die Ausstattung und Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlichen Helfer.

- insgesamt 21 Teilnehmende in den Landesverbänden 
Bayerisches Rotes Kreuz: 6
Berliner Rotes Kreuz: 10
Brandenburg: 5

- alle drei Landesverbände haben gute Erfahrungen mit
dem Projekt und wollen es weiterführen.

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