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DRK-Suchdienst Newsletter, Ausgabe 1/2017, April 2017

Editorial: Grußwort | Reportage: Familie wieder vereint | Internationales: Workshop Datenschutz-Verhaltensregeln | Aktuelles: DRK-Anliegen: Klärung der Schicksale von auf der Flucht verstorbenen Migranten | Rückblick ins Jahr 1947: Lochkarten-Maschinen für die Suchdienstarbeit | Pressespiegel: Suchdienst in der Presse

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Interessierte,

in unserem Newsletter berichten wir regelmäßig über die Schicksale von Menschen, die dank des DRK-Suchdienstes nach Trennung und erfolgreicher Suche endlich wieder mit ihren Familien verbunden oder sogar vereint sind. In dieser Ausgabe lesen Sie die Geschichte von Samir S., der nun bei seiner Frau und seinen Kindern leben kann. Erfolge wie dieser sind unser aller Antrieb und verdeutlichen immer wieder auch das humanitäre Mandat des DRK-Suchdienstes.

 

Nach unserer Überzeugung ist selbst eine traurige Gewissheit über den Verbleib eines geliebten Menschen wichtig für Familien, die unentwegt um ihre Angehörigen bangen: Nach offiziellen Angaben der Vereinten Nationen sind in 2016 über 5.000 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ums Leben gekommen. Fluchtpläne müssen vorab oft geheim gehalten werden, so dass das plötzliche Verschwinden Geflüchteter vielfach selbst für die eigenen Familien unerwartet ist. Weder kennen diese die genauen Fluchtwege, noch erfahren sie etwas darüber, was ihren Angehörigen auf diesen widerfährt. Die Suchdienstarbeit der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung knüpft nun verstärkt an dieses wichtige Anliegen an, wie Ihnen unser Beitrag dazu zeigt.

 

Im digitalen Zeitalter ist es einfacher denn je, personenbezogene Daten zu speichern und zu teilen. Gerade deswegen bleibt der Datenschutz ein Kernanliegen der Suchdienstarbeit: Wer mit dem DRK-Suchdienst in Kontakt kommt, darf sicher sein, dass Daten und persönliche Informationen nur mit Einwilligung des Betroffenen und ausschließlich zu Suchzwecken genutzt werden. Eine neue internationale Arbeitsgruppe widmet sich nun den weltweit einheitlichen datenschutzrechtlichen Standards in der Suchdienstarbeit.

 

Lesen Sie in diesem Newsletter auch über die ersten Lochkarten-Maschinen, die dem DRK-Suchdienst in 1947 von der Firma IBM zur Verfügung gestellt wurden. Die Zentrale Namenskartei umfasste schon neun Millionen Karteikarten und mit Hilfe der für damalige Verhältnisse hochmodernen Technik konnten systematisierte Vermisstenlisten erstellt werden. Sie waren das wichtigste Arbeitsmittel des DRK-Suchdienstes, der seinerzeit in Deutschland begrifflich oft für das gesamte Rote Kreuz stand.

 

Ich wünsche Ihnen frohe Ostertage und viel Freude beim Lesen.

 
 
 

Ihre
Dorota Dziwoki
Leiterin DRK-Suchdienst-Leitstelle, Berlin
 

Reportage

Familie nach Flucht wieder vereint

Samir S. konnte dank der Hilfe des DRK-Suchdienstes wieder mit seiner Familie vereint werden. Bei dem Automechaniker aus dem Irak war ein Hirntumor diagnostiziert worden. Seitdem er und seine Familie zusammen sind, geht es ihm viel besser. "Ich bin wieder zuversichtlich", sagt der 34-jährige.

Internationales

Workshop zur weltweiten Umsetzung der Datenschutz-Verhaltensregeln

Im Februar hat sich bei der Central Tracing Agency (CTA) in Genf eine Arbeitsgruppe gegründet, die das Suchdienstnetzwerk bei der Umsetzung und Einhaltung von Datenschutz-Verhaltensregeln unterstützen wird. Der DRK-Suchdienst ist Mitglied der Gruppe. Beim Einsatz neuer Technologien und in der Datenverarbeitung ist der Datenschutz eine zentrale Verpflichtung.

Aktuelles

DRK-Anliegen: Klärung der Schicksale von auf der Flucht verstorbenen Migranten

Jedes Jahr sterben tausende Menschen auf der Flucht und Angehörige haben kaum Möglichkeiten zu erfahren, was passiert ist. Um das zu ändern, haben das DRK und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) Initiative ergriffen und wollen Informationen über verstorbene Flüchtlinge besser sammeln und koordinieren. Ein erster Workshop zum Thema fand im Oktober 2016 in Berlin statt.

Rückblick ins Jahr 1947

Lochkarten-Maschinen für die Suchdienstarbeit

Bevor moderne Computer Datensystematisierungen im großen Stil ermöglichten, besaß der Suchdienst ein Kartenarchiv von über 9 Millionen Karteikarten. Die erste technische Unterstützung, durch „Hollerith-Maschinen“, die den Einsatz von Lochkarten ermöglichten, stellte IBM kostenlos zur Verfügung; und es öffneten sich damit neue Wege der Suche.