Trace the Face -
Online-Suche mit Fotos
Family Links Poster
Trace the Face -
auch auf Facebook 
Link zum internationalen Suchdienst-Netzwerk Family Links Network

Melden Sie sich hier für den DRK-Suchdienst-Newsletter an.

Datenschutzerklärung

DRK-Suchdienst in Ihrer Nähe:

Suche nach Familienangehörigen: Angebote für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Asylverfahren

Dieses Faltblatt des DRK-Suchdienstes erhalten die Ankommenden.
Dieses Faltblatt des DRK-Suchdienstes erhalten die Ankommenden.

Nach Angaben des UNHCR ist im Jahr 2015 die Zahl der Flüchtlinge, die auf der Suche nach Sicherheit und einem menschenwürdigen Leben sind, weltweit auf über 60 Millionen gestiegen. Über die Hälfte der heimatlos Gewordenen sind Minderjährige. Mangels legaler Einreisemöglichkeiten werden viele Familien auf den Fluchtrouten nach Europa von Schleppern getrennt und so auseinandergerissen. Immer mehr unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kommen auch in Deutschland an und bitten den DRK-Suchdienst um Hilfe bei der Suche nach ihren Angehörigen.

Seit dem 01.01.2014 findet die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 (sog. „Dublin-III-VO“) Anwendung. Die Dublin-Verordnung regelt, in welchem EU-Mitgliedsstaat ein Asylbewerber sein Asylverfahren durchzuführen hat. Eines der erklärten Ziele der Dublin-III-VO ist die Stärkung der Rechte und des Schutzes unbegleiteter Minderjähriger und ihrer Familienangehörigen. Die Mitgliedstaaten werden zur Verwirklichung dieses Rechtes verpflichtet, unverzüglich nach Asylantragstellung geeignete Schritte zur Suche nach den Familienangehörigen, Geschwistern und Verwandten der Kinder einzuleiten und dafür den Zugang zu den Suchdiensten nationaler und internationaler Organisationen zu erleichtern.

Der DRK-Suchdienst hat gegenüber dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Rotkreuz-Grundsätze erläutert, insbesondere den der Unabhängigkeit, als Prinzipien seiner Tätigkeit. Zu den daraus resultierenden Auswirkungen gehört, dass der DRK-Suchdienst nur tätig werden kann, wenn ein suchender Minderjähriger aufgrund einer freiwilligen Entscheidung Unterstützung bei der Suche wünscht. Der DRK-Suchdienst muss den Minderjährigen versichern können, dass sie nicht verpflichtet sind ein Suchergebnis im Rahmen der Dublin-III-Verordnung mit den deutschen Behörden zu teilen.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erkennt an, dass der DRK-Suchdienst nur unter Wahrung seiner Grundsätze tätig wird. Gemäß der gemeinsamen Übereinkunft klärt der DRK-Suchdienst in einem ausdrücklich an unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gerichteten Faltblatt über seine Hilfestellungen und grundlegenden Prinzipien auf. U. a. alle Außenstellen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge sollen dieses Pflichtblatt an unbegleitete Minderjährige ausgeben, sobald diese dem Bundesamt gemeldet werden.

Das Faltblatt ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Somali, Dari, Tigrinya und Kurmanci erhältlich. (Hier steht es zum Download bereit.)

Um die sichere Suche von und nach unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu unterstützen, steht mit Trace the Face -kids- innerhalb der Website www.tracetheface.org jetzt neu ein passwortgeschützter Bereich zur Verfügung. Hier veröffentlichen ausschließlich Rotkreuz-Suchdienste Fotos von Kindern, die nach ihren Angehörigen suchen, sowie von Angehörigen, die nach Kindern suchen. Die Bilder können nur über diese Suchdienste eingesehen werden und Suchende und Gesuchte so, geschützt vom Roten Kreuz, wieder miteinander in Kontakt kommen. Die erweiterte Suchmöglichkeit Trace the Face -kids- wird als Pilot zunächst von Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern in Deutschland, Österreich, Kroatien und der Schweiz erprobt.


Informationen zu Trace the Face -kids- auf einen Blick haben wir hier zusammengestellt.

Mehr zum Thema Trace the Face finden Sie hier.