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DRK-Selbstverpflichtung: Auf der Flucht Verstorbene und Informationen an Angehörige

Die Workshop-Teilnehmer im DRK-Generalsekretariat, Berlin. Foto: DRK-Suchdienst
Die Workshop-Teilnehmer im DRK-Generalsekretariat, Berlin. Foto: DRK-Suchdienst

Bei der 32. Internationalen Konferenz der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung in Genf hat das DRK auf internationaler Ebene mit großer Resonanz eine Selbstverpflichtungserklärung (Pledge) eingebracht. Deren Ziel ist, suchenden Angehörigen schnellstmöglich und zuverlässig über das Schicksal ihrer auf der Flucht verstorbenen Familienmitglieder Auskunft geben zu können. Allein im vergangenen Jahr starben vermutlich fast 5.000 Menschen bei der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer nach Europa. 

 

Dieses Vorhaben erfordert mehr Zusammenarbeit zwischen dem internationalen Suchdienstnetzwerk der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und den zuständigen staatlichen Stellen. Die unterzeichnenden Staaten und Nationalen Gesellschaften wollen gemeinsam neue Maßnahmen und Verfahren entwickeln, um die Kommunikation und den Informationsfluss weiter zu verbessern.

 

„Den Angehörigen verschafft die Identifizierung der Vermissten endlich erlösende Gewissheit“, sagt Dorota Dziwoki, Leiterin der DRK-Suchdienst-Leitstelle im DRK-Generalsekretariat. Als erste Maßnahme dieser Selbstverpflichtung haben der DRK-Suchdienst und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK)  im Oktober in Berlin zusammen einen Workshop für die Suchdienste der europäischen Rotkreuzgesellschaften und die Beratungsstellen des DRK-Suchdienstes in den Landes- und Kreisverbänden durchgeführt. Dort ging es etwa darum, wie in den Gesprächen mit betroffenen Angehörigen wichtige Informationen für eine spätere Identifizierung verstorbener Gesuchter gesammelt und in einheitliche Fragebögen übernommen werden.

 

Auf diese Angaben sollen die zuständigen staatlichen Stellen und Forensiker zurückgreifen können. Wie Suchdienst-Beraterinnen und -Berater dabei angemessen auf die emotionale Not ihres Gegenübers eingehen können, war ein weiterer Schwerpunkt der Schulung. „Wir möchten die Angehörigen auch im Fall einer notwendigen Identifizierung unterstützen und setzen uns dafür ein, dass sie ihre Liebsten würdig beisetzen können“, so Dziwoki.