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Suchdiensttagung zur Flüchtlingssituation in Teheran

Gruppenfoto der Tagung in Teheran.
Gruppenfoto der Tagung in Teheran.

Auf Einladung des Iranischen Roten Halbmonds und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) kamen am 23./24.02.2016 zehn nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften sowie mehrere IKRK-Delegationen und der Zentrale Suchdienst des IKRK zusammen, um über eine Verbesserung der Suchdienstangebote entlang der Fluchtrouten von Zentralasien (Afghanistan, Pakistan) und Mittlerem Osten (Syrien, Irak, Iran) nach Europa zu diskutieren. Folgende drei Schwerpunktthemen standen auf der Agenda:

  1. Aktuelle Situation, Suchdienstbedarfe und operative Strategien
  2. Strategien und Suchdienstmethoden für eine erfolgreiche Suche nach vermissten Migranten
  3. Forensik und Weiterentwicklung der Suchdienstangebote

Eine Präsentation führte in jedes Schwerpunktthema ein und diente als Einstieg für die anschließenden Diskussionen in den Arbeitsgruppen. Das entsprechende Referat zum ersten Thema hielten Frau Marina Brinkmann (Suchdienst-Standort München) und Frau Frauke Weber (Suchdienst-Leitstelle). Dabei gaben sie einen Überblick über die Strategien und Herausforderungen des DRK-Suchdienstes bei der Bewältigung des Flüchtlingszustroms seit der zweiten Jahreshälfte 2015. Die Teilnehmer waren sehr interessiert an der Struktur des DRK-Suchdienstes mit 19 Landesverbänden und 80 Suchdienst-Beratungsstellen sowie an seinen Möglichkeiten, Informationen über vermisste Migranten vom Ausländerzentralregister und von den Einwohnermeldebehörden zu erhalten. Gleichzeitig konnten sie die dargestellten Probleme zur Sprachmittlung, der Transkription von Namen, des Kontakthaltens mit Anfragenden sowie der Erschöpfung der Mitarbeiter aufgrund ähnlicher Erfahrungen in ihren Ländern gut nachvollziehen.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppen kamen aus Herkunfts-, Transit- und Zielländern der Fluchtrouten; jedes Schwerpunktthema wurde mit Empfehlungen der Teilnehmer abgeschlossen. Fazit des gemeinsamen Austauschs war, dass Kenntnisse hinsichtlich der unterschiedlichen Vorgehensweisen und Möglichkeiten der Schwestergesellschaften bei der Suche sowie das gegenseitige Verständnis dafür essenziell für die Beratung der Betroffenen sind. Die Teilnehmer der verschiedenen Suchdienste weltweit waren daher dankbar für die Gelegenheit, sich zu diesen wichtigen Fragen der Suchdienstarbeit auszutauschen. Ein strukturierter Informationsfluss im Suchdienst-Extranet sowie bilaterale Gespräche und Besuche sollen hier anknüpfen und die internationale Zusammenarbeit weiter optimieren.