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„The Remains – Nach der Odyssee“

Der Film "The Remains - Nach der Odyssee" geht den sichtbaren und unsichtbaren Spuren nach, die die Flüchtlingsbewegung bei den Überlebenden, aber auch bei denen, die sich an die Seite der Flüchtenden stellten, hinterlassen haben.
Der Film "The Remains - Nach der Odyssee" geht den sichtbaren und unsichtbaren Spuren nach, die die Flüchtlingsbewegung bei den Überlebenden, aber auch bei denen, die sich an die Seite der Flüchtenden stellten, hinterlassen haben.

In den vergangenen Jahren sind tausende von Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen. Zu diesem Thema ist ein beeindruckender österreichischer Dokumentarfilm entstanden, der verschiedene Auszeichnungen erhalten hat: "THE REMAINS - Nach der Odyssee" von Nathalie Borgers (www.theremains.at).

Der DRK-Suchdienst berät einen der Protagonisten und hat auch bei der Entstehung des Films mitgewirkt. In Deutschland wurde "The Remains" erstmals im Mai 2019 im Rahmen des DOK.Fests in München gezeigt. Zwei öffentliche Sondervorstellungen in Anwesenheit der Regisseurin liefen erstmals im Juni 2019 in Kinos in Berlin und Hamburg.

Mit freundlicher Unterstützung des DRK-Vizepräsidenten, Dr. Volkmar Schön, hatten Suchdienst-Mitarbeiterinnen im jeweils anschließenden Filmgespräch die Gelegenheit, interessierten Kinogästen den DRK-Suchdienst und das internationale Suchdienst-Netzwerk mit seinen Angeboten für Flüchtlinge vorzustellen.

Seit September 2019 ist der Film bundesweit, vielfach auch unter der Beteiligung des Suchdienstes in den DRK-Landesverbänden, gezeigt worden.

 

Zum Filminhalt (s.www.theremains.at)

"Auf ihrer Überfahrt nach Europa haben in den letzten 25 Jahren mehr als 30.000 Menschen im Mittelmeer den Tod gefunden – diesen kalten Zahlen stellt Nathalie Borgers mit dem Dokumentarfilm THE REMAINS ihren Blick auf unmittelbar Betroffene und deren Schicksale entgegen. Der Film geht in subtiler Weise den sichtbaren und unsichtbaren Spuren nach, die die Flüchtlingsbewegung bei den Überlebenden, aber auch bei denen, die sich an die Seite der Flüchtenden stellten, hinterlassen haben. 

Nathalie Borgers erzählt THE REMAINS auf zwei parallel geführten Erzählebenen: die eine Erzählung führt nach Lesbos, jener ägäischen Insel, auf der viele Geflüchtete auf ihrem Weg nach Europa gelandet sind. Sie lässt beeindruckende Menschen zu Wort kommen, die sich in ihrer täglichen Arbeit extremen Notlagen und dem Tod stellen müssen. Und sie lässt Bootsreste, angeschwemmte Habseligkeiten, Halden an Schwimmwesten stumm für sich sprechen. Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes schult die griechische Küstenwache im Umgang mit Leichen, um eine spätere Identifizierung zu ermöglichen; Geflüchtete recyceln den Plastikmüll; ein Friedhof entsteht, wo statt eines Namens und der Geburts- und Todesdaten nur der Hinweis „Agnostos –Unbekannter“ und ein Datum der Bergung zu lesen sind.

Die zweite Erzählung führt nach Wien, zu dem aus Syrien geflüchteten Farzat Jamil; er hat Asylstatus erlangt und kann am Wiener Flughafen auch den Vater und drei Schwestern wieder in die Arme nehmen. Diese hochemotionale Wiedervereinigung erschließt jedoch auch den Preis, den Farzats Familie für das Leben in Europa bezahlt hat: Dreizehn Familienmitglieder sind seit dem Kentern des Bootes auf der kurzen Überfahrt von der Türkei nach Griechenland verschollen. Ein Bruder lebt in Deutschland und darf nicht zu seinen Verwandten nach Wien übersiedeln. Bloß Medikamente gewähren Schlaf und etwas Ruhe. Trost jedoch ist keiner zu finden. Denn zum Schmerz über den Tod der geliebten Menschen kommt das Bewusstsein, sie den Meerestiefen überlassen zu müssen, ohne von ihnen Abschied nehmen, ohne sie je begraben zu können. Das Ausmaß der inneren Verwerfungen für jeden Einzelnen lässt sich nur erahnen."