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UN-Resolution zu Kriegs- und Konfliktvermissten

Die aktuelle Resolution erinnert daran, wie wichtig es ist, während eines bewaffneten Konflikts alle Gefangenen zu registrieren, damit sie nicht spurlos verschwinden können. Foto: IKRK
Die aktuelle Resolution erinnert daran, wie wichtig es ist, während eines bewaffneten Konflikts alle Gefangenen zu registrieren, damit sie nicht spurlos verschwinden können. Foto: IKRK

BERLIN Am 11. Juni 2019 verabschiedeten die 15 Mitglieder des UN-Sicherheitsrates die Resolution 2474, die sich der Schicksale von Kriegs- und Konfliktvermissten annimmt.

Im Text werden die Mitgliedsstaaten, vor allem dort wo bewaffnete Konflikte ausgetragen werden, aufgefordert, die Namen vermisster Personen zu dokumentieren und aktiv nach Vermissten zu suchen. 

Neu in der aktuellen Resolution ist, dass die Staaten auffordert werden, schon während eines Konflikts zu agieren, anstatt Schicksale erst im Nachhinein zu klären. Als eine wichtige Maßnahme wird die Einrichtung eines Amtlichen Auskunftsbüros genannt. 

Es gibt keine genauen Zahlen darüber, wie viele Menschen weltweit vermisst werden. Aber das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat allein im vergangenen Jahr 45.000 Personen registriert. "Das ist nur die Spitze des Eisbergs", sagte IKRK-Präsident Peter Maurer nach der Verabschiedung der Resolution vor dem UN-Sicherheitsrat.

Es gibt mehrere Gründe, warum Menschen in bewaffneten Konflikten vermisst werden. Sie können gefangen genommen und an geheimen Orten festgehalten werden. Sie können Opfer wahlloser Hinrichtungen werden. Oder Familien werden getrennt, wenn sie versuchen, vor Auseinandersetzungen zu fliehen. 

Der DRK-Suchdienst bekommt jedes Jahr hunderte Anfragen, die Vermisste aus aktuellen Konflikten betreffen. Die Anfragen kommen zum einen von Menschen, die sich in Deutschland in Sicherheit befinden, aber nicht wissen, was aus ihren Familien geworden sind. Zum anderen erreichen den DRK-Suchdienst auch Anfragen aus dem Ausland, wenn Menschen vermuten, dass ein Angehöriger in Deutschland zu finden ist. In vielen Fällen kann der Suchdienst helfen, aber oft kommt der erlösende Bescheid erst nach vielen Jahren der Ungewissheit.

"Jedes Mal, wenn eine Person vermisst wird, warten Familien auf Aufklärung. Sie schwanken zwischen Hoffnung und Verzweiflung und merken sich Jahrestage. Ein Jahr, zwei Jahre, zehn Jahre", sagte Peter Maurer.

Der Sicherheitsrat hat Kriegsparteien aufgefordert, ein besonderes Augenmerk auf Fälle vermisster Kinder zu legen und bittet diese ausdrücklich, mit dem IKRK zusammen zu arbeiten, damit Familien wieder vereint werden können. 

Die Resolution im Volltext finden Sie hier.