Trace the Face -
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Wichtige Suchmethode: "Trace the Face"

Wichtige Suchmethode: Trace the Face
Wichtige Suchmethode: Trace the Face

Auf der Flucht vor bewaffneten Konflikten werden weiterhin viele Menschen von ihren Familienangehörigen getrennt und leben in unerträglicher Ungewissheit über deren Schicksal.

Eine neue Suchmethode nimmt Fahrt auf

Im Rahmen der Internationalen Suche hatten die Suchdienste einiger europäischer Rotkreuz-Gesellschaften - darunter der DRK-Suchdienst - und das IKRK im September 2013 gemeinsam das Projekt Trace the Face initiiert: Suchende ab 15 Jahren können über die Suchdienste der teilnehmenden Rotkreuzgesellschaften auf der öffentlich einsehbaren Internetseite www.tracetheface.org ihr Foto veröffentlichen lassen. Inzwischen nehmen 28 europäische Rotkreuz-Gesellschaften durch Einstellen der Fotos Suchender aktiv an Trace the Face teil. Auch in anderen Teilen der Welt - insbesondere in den Transit- und Hauptherkunftsländern der Flüchtlinge und Migranten - wächst das Interesse an Trace the Face. Auf Anfrage können nunmehr auch die Suchdienste von den Nationalen Gesellschaften und IKRK-Delegationen außerhalb Europas an Trace the Face teilnehmen und Fotos Suchender einstellen. Voraussetzung dafür ist, dass die Suchenden mit ihrem Foto nach vermissten Familienangehörigen suchen, die nach Europa migrieren bzw. flüchten wollten. Die Delegation des IKRK im Senegal macht bereits von dieser Möglichkeit Gebrauch, die in Afghanistan voraussichtlich in Kürze auch.

Für unbegleitetete minderjährige Flüchtlinge gibt es außerdem mit Trace the Face -kids-, der sicheren, passwortgeschützten Online-Suche innerhalb der Website www.tracetheface.org, seit über einem Jahr ein entsprechendes Angebot. Diese Neuerung resultierte aus den Erfahrungen im Herbst 2015, als viele besonders Schutzbedürftige auf den Fluchtrouten unfreiwillig den Kontakt zu ihren Familien verloren hatten.

Was unterscheidet Trace the Face von anderen Such-Initiativen?

Das Rotkreuz-Angebot bietet den Betroffenen wichtige datenschutzrechtliche Garantien sowie persönlichen Kontakt und umfassende Beratung. Bei Trace the Face bleiben die Daten von Suchenden und Gesuchten geschützt und sicher: Dank technischer Vorkehrungen lässt sich z.B. nicht zurückverfolgen, in welchem Land sich ein Suchender aufhält. Oder: Auf Wunsch der Suchenden prüfen die Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeiter vorab, ob eine Rückmeldung tatsächlich von der gesuchten Person stammt. Die Suchanstrengungen sind teilweise langwierig, aber die Rotkreuz-Suchdienste begleiten ihre Entwicklung kontinuierlich und geben Informationen an die Suchenden weiter. Wenn entscheidende Veränderungen eintreten, etwa das Ende eines bewaffneten Konfliktes, die Öffnung von Massengräbern etc., greift der DRK-Suchdienst Suchanfragen, die zunächst nicht beantwortet werden konnten, wieder auf. Er wahrt auch das Recht von Gesuchten, nicht gefunden werden zu wollen: Vor einer Vermittlung des Kontaktes an die Suchenden werden Gesuchte zunächst über die Suche informiert und gefragt, ob sie den Kontakt zu den sie Suchenden wiederherstellen möchten.

Trace the Face: Erfolgsgeschichten des internationalen Suchdienstnetzwerkes

Von den bis Ende November auf der öffentlichen Trace the Face Website veröffentlichten 1.998 Fotos Suchender wurden allein durch den DRK-Suchdienst 784 Fotos eingestellt. Bisher konnten somit 25 scheinbar aussichtslose Suchfälle geklärt werden.

Von den im passwortgeschützen Bereich Trace the Face – kids - seit Oktober 2015 eingestellten 1.392 Fotos stammen bis Ende November allein 421 Fotos vom DRK-Suchdienst. Bisher konnten auf diesem Wege 15 aussichtslos erscheinende Suchfälle Minderjähriger bzw. nach minderjährigen Angehörigen suchender Angehöriger geklärt werden. Die Menschen, die mit ihrem Foto nach vermissten Familienangehörigen in Europa suchen,  kommen insbesondere aus Afghanistan, Syrien, Somalia, Irak, Iran und Eritrea sowie neu auch aus dem Senegal.

Das internationale Suchdienst-Netzwerk der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften ermöglicht eine koordinierte Zusammenarbeit der Suchdienste der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften sowie des IKRK in den Ziel-, Transit- und Herkunftsländern von Geflüchteten sowie die Vernetzung und den Austausch über die Bedarfe der suchenden Menschen. Trace the Face, die Suche mit Fotos, ist für Angehörige, die aufgrund bewaffneter Konflikte, Katastrophen, Flucht und Migration unfreiwillig den Kontakt zu ihren Familien verloren haben, oft die einzige Möglichkeit, wieder mit ihnen zusammen zu finden.