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Nachweise für Anerkennungsleistung an ehemalige deutsche Zwangsarbeiter

Das Arbeitslager Workuta in der ehemaligen UdSSR
Das Arbeitslager Workuta in der ehemaligen UdSSR

Bis zum 31. Dezember 2017 können Anträge nach der „Richtlinie über eine Anerkennungsleistung an ehemalige deutsche Zwangsarbeiter“ (AdZ-Anerkennungsrichtlinie) gestellt werden. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat hierfür eine Gesamtsumme in Höhe von 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Wer aufgrund der deutschen Staatsangehörigkeit oder Volkszugehörigkeit als damalige Zivilperson zwischen 01.09.1939 und 01.04.1956 für eine ausländische Macht Zwangsarbeit leisten musste, kann damit nun einen Antrag auf Entschädigung stellen. Betroffene erhalten einmalig einen symbolischen Anerkennungsbetrag in Höhe von 2.500 €. Die Leistung ist grundsätzlich nicht übertragbar. Sie kann lediglich dann an hinterbliebene Ehegatten oder Kinder ausgezahlt werden, sofern der oder die betroffene Angehörige erst nach Beschluss des Haushaltsgesetzes (27.11.2015) verstorben ist.

Mit der Durchführung des Verfahrens wurde das Bundesverwaltungsamt beauftragt. Der Antrag auf Anerkennungsleistung ist bis zum 31. Dezember 2017 schriftlich dorthin zu richten:

Bundesverwaltungsamt, Außenstelle Hamm
Alter Uentroper Weg 2
59071 Hamm
Deutschland

Service-Hotline: +49 (0)228 / 99 353 9800
E-Mail: adz@bva.bund.de

Weitere Informationen sowie den Wortlaut der Richtlinie und das Merkblatt zur Antragstellung finden Sie hier.

Unterstützung vom DRK-Suchdienst

Der DRK-Suchdienst kann Sie dabei unterstützen, die für diesen Antrag notwendigen Nachweise zu beschaffen. Dies betrifft Nachweise über den Zeitraum der Zwangsarbeit bzw. Inhaftierung sowie ggf. auch benötigte Angaben zur deutschen Volkszugehörigkeit oder deutschen Staatsangehörigkeit. Mit seinem Zugang zu Archiven der Russischen Föderation, der Ukraine und Weißrussland verfügt der DRK-Suchdienst über umfangreiche Bestände zu Zivilinternierten und Zwangsarbeitern in den Lagern auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. In seinen Archivbeständen befinden sich zudem oftmals Karteikarten, Transportlisten und Vertriebenenausweise mit Vermerken zur Zwangsarbeit bzw. Inhaftierung in Arbeitslagern, die als Nachweise in Frage kommen.

Zudem liegen dem DRK-Suchdienst Unterlagen des vertriebenenrechtlichen Aufnahmeverfahrens nach dem BVFG (Übernahmegenehmigungen, Aufnahmebescheide), sowie Unterlagen zum Vertreibungsschicksal bzw. Verschleppungsweg von Betroffenen vor.

Betroffene können ihre Anfragen unter Hinweis auf die AdZ-Anerkennungsrichtlinie wie folgt an den DRK-Suchdienst richten:

oder

  • unter Angabe der entsprechenden Personendaten zum Aufnahmeverfahren oder zum Vertreibungsschicksal per E-Mail an fz@drk-suchdienst.de.