Archivbestände am Standort München


Übersicht der Bestände

Zweiter Weltkrieg und seine Folgen

  • Zentrale Namenskartei
  • Heimkehrermeldungen / Heimkehrerbefragung ab 1945
  • Heimkehrerkartei (ab 1950, nach Einheiten gegliedert, ca. 2,2 Millionen Angaben zu Heimgekehrten)
  • Vermisstenlisten (ab 1950/51, ca. 1.000.000 Soldaten)
  • Listen der Ad-hoc-Kommission für Kriegsgefangene (UN, 1951 – 1953, ca. 1.300.000 Vermisste/Ostvermisste)
  • Listen der Zivilgefangenen „Die deutschen Deportierten in der UdSSR/Die deutschen Zivilgefangenen im Ausland außerhalb der UdSSR“ (1951 – 1953)
  • Vermisstenbildlisten des Deutschen Roten Kreuzes (ab 1957, ca. 1.400.000 Wehrmachtsvermisste nach Einheiten)
  • Zivilverschollenenliste des Deutschen Roten Kreuzes (ab 1959, ca. 120.000 Fälle)
  • Auskünfte des Sowjetischen/Russischen Roten Kreuzes in Vermisstenfällen (Zivilvermisste und Wehrmacht, ca. 400.000 Fälle)
  • Heimkehrer-Transporte/Spätheimkehrer (1954 – 1956, Lager Friedland)
  • Lagerdokumentation: Verschleppungswege, Lager, Gewahrsamsbereiche (Heimkehrerberichte)
  • Haftfälle DDR, Haftlisten (ca. 1960 – 1982)
  • NKWD-Lager/Sonderlagerauf dem Gebiet der SBZ/DDR (Karteikarten und Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit, Heimkehrerlisten)
  • Kindersuchdienst: Plakate, Bildlisten, Bildkarteien (1945 – 1985)
  • Heimkehrer- und Krankentransporte aus der Sowjetunion (1946 – 1948)

Konflikte und Katastrophen der Gegenwart

Diese Karteien enthalten in der Regel die bei der Internationalen Suche üblichen Such- und Stammkarten zu einzelnen Fällen, dazu Rotkreuz-Nachrichten, die über das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf eingegangen sind, sowie Auswertungen von übergebenen staatlichen Listenbeständen über bestimmte Schicksals- bzw. Einwanderergruppen.

  • Vietnam-Kartei: Beginn 1975, Kartei wird weiterhin geführt; Suchanfragen und Meldungen gehen noch heute ein; enthalten sind ca. 53.000 Personenangaben zu Gesuchten und Suchenden.
  • Iran/Irak-Kartei: Beginn 1982 (2. und 3. Golfkrieg), Kartei wird weiterhin geführt; bis jetzt ca. 9.400 Personenangaben/Meldungen zu Gesuchten und Suchenden.
  • Irak-Kartei: Beginn 1991; bis jetzt ca. 1.900 Suchanfragen/Personenmeldungen.
  • Jugoslawien-Kartei: Suchanfragen aller Balkankriege ab 1991, ca. 590.000 Personenmeldungen enthalten: Suchanfragen zu 70.000 Vermissten, ca. 540.000 Rotkreuz-Nachrichten.
  • Albanien (ca. 6.000 Suchfälle ab 1990)
  • Eritrea (ca. 3.800 Suchfälle/Personenmeldungen ab 1980)
  • Libanon (ca. 10.800 Suchfälle/Meldungen ab 1982)
  • Ruanda (ca. 1.950 Suchfälle/Meldungen ab 1994)
  • Somalia (ca. 6.700 Suchfälle/Meldungen ab 1991)
  • Sri Lanka (ca. 1.800 Suchfälle/Meldungen ab 1987) und weitere Länder: Schwerpunkte Afrika und Südostasien

Dokumentationsbestand des Suchdienst-Standorts Hamburg

  • Familienzusammenführung DDR (Zusammenarbeit mit DDR-Stellen, Auffanglagern, Statistik, 1961 – 1989)
  • Betreuung, Beratung und Ausreise aus der Sowjetunion, Polen, CSSR und Rumänien (ab 1954)
  • Haftfälle Osteuropa und DDR (ab 1950)
  • NKWD-Lager auf dem Gebiet der SBZ/DDR, Nachforschungsmethoden, Heimkehrerangaben, Einzelfälle (ab 1950)

Nachforschungsbestand des Suchdienstes in den DRK-Landesverbänden

(ehemals Landesnachforschungsdienste)

  • Einzelfälle aus den Landesverbänden (ab 1948)
  • Nachforschungskarteien von DRK Landes- und örtlichen Verbänden

Nachforschungsbestand Evangelisches Hilfswerk für Internierte und Kriegsgefangene (EHIK)

  • Such- und Betreuungskarteien,
  • Lager- und Einheitenkarteien (ab 1948)

Nachforschungsbestand DRK-Suchdienst der DDR

  • Zentralkartei des DRK-Suchdienstes der DDR
  • Transportunterlagen: Überführung der deutschen Bevölkerung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und dem Sudetenland in die DDR (1948), Transporte zwischen der SBZ und den westlichen Besatzungszonen (Heimkehrer und Zivilpersonen, 1945 – 1948, Lagerstandorte (Quarantäne-, Umsiedler- und Auffanglager auf dem Gebiet der SBZ/DDR (1946 – 1949))
  • Kindersuchdienst: Kinderbildkartei (ab 1945)
  • Kindersuchdienst: „Kindererfassungsaktion“ (Kindertransportlisten nach Abfahrts- und Zielorten, ab 1948)
  • Grabnachforschung auf dem Gebiet der DDR, Sammlung von Grabnachweisen/Gräberlisten: Gräber sowjetischer Soldaten und NS-Verfolgter (ab 1950, nach Orten)
  • Krankentransporte aus dem Entlassungslager Gronenfelde (ab 1946 )
  • Sammlungen zu Kriegslazaretten, zusammengetragen aus einigen Standorten der Sowjetischen Besatzungszone (ab 1942)

Nachforschungsbestand Spezialnachforschungen

  • Nachforschung nach „Spezialisten“ (in die UdSSR verschleppte Wissenschaftler, Ingenieure und Fachhandwerker, 1950 – 1956)
  • Nachforschungen nach Mitgliedern der Fremdenlegion (Sonderkartei)

Nachforschungsbestand/Gruppennachforschung

  • „Einzelschicksalsbestimmung aus der Einheitengruppe“: Begutachtung von Vermisstenfällen auf der Grundlage des Einheitenschicksals (ca. 1.200.000 Fälle)
  • Nachforschung zu ausgewählten Kampfschauplätzen/Kampfräumen und Einheiten (ab 1950)

Sonderkarteien

  • Kindersuchdienst, Merkmalkartei: Charakterisierung von vorwiegend namenslosen Suchkindern nach körperlichen Merkmalen, Fundorten und Ausstattungsmerkmalen (1945 – 1960)
  • Kartei des Entlassungslagers Gronenfelde bei Frankfurt/Oder (Juli 1946 – Mai 1948, Entlassungen deutscher Kriegsgefangener und Zivilinternierter 1.050.000 Entlassungen, 2.300 Mikrofiches)
  • Lagerarchiv: Sammlung von Heimkehrerangaben über Bedingungen und Zustände in ca. 12.800 Gewahrsamsorten (begonnen 1947 von der Sammelstelle für Heimkehrernachrichten in Stuttgart, seit 1950 vom Standort München fortgeführt)
  • DRK-Personal (Schwestern, Schwesternhelferinnen und Hilfsdienstverpflichtete): Personalkarteien und –Akten einzelner DRK- Landes- und Kreisverbände (Sammlung, betreffend Einsatzzeiten im Zweiten Weltkrieg)
  • Suchkartei des Suchdienstes des DRK Landesverbands Berlin: ca. 1,5 Millionen Karteikarten (ab 1948 bis 1989)

Archiv zur Geschichte des DRK-Suchdienstes

Die übernommenen Unterlagen aller o.g. Suchdiensteinrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes dokumentieren die Geschichte des DRK-Suchdienstes, insbesondere die Planung und Durchführung von Nachforschungsprojekten (Heimkehrerbefragung, Vermisstenlisten, Vermisstenbildlisten, Verträge mit ausländischen Archiven), die Begutachtung, Spezialnachforschungen, den Austausch von Suchanfragen mit den Schwestergesellschaften der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, sowie die Aktivitäten des Deutschen Roten Kreuzes im Bereich der Familienzusammenführung und der Materiellen-/ und Gesundheitshilfen.

Fotosammlung

Ca. 6.000 Aufnahmen von Heimkehrern/Spätheimkehrern, suchenden Kindern, Begegnungen. Bildersammlungen zur Geschichte des DRK-Suchdienstes.

Karten/Pläne

Sammlung von topographischen, politischen, historischen und militärischen Karten (Wehrmachtkarten) sowie Spezialkarten zu Suchdienstnachforschungen (Schicksalsgruppen, Verschleppungsorte und Lagerbereiche).

Archiv und Dokumentationsstelle

Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen nur nach schriftlicher Voranmeldung/Anfrage Zugang zu Archiv und Dokumentationsstelle ermöglichen können. Über die Voraussetzungen für eine Einsichtnahme bzw. Vorlage informieren wir Sie gerne vorab. Die Kontaktdaten von Archiv und Dokumentationsstelle finden Sie hier.


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