Trace the Face -
Online-Suche mit Fotos
Family Links Poster
Trace the Face -
auch auf Facebook 
Link zum internationalen Suchdienst-Netzwerk Family Links Network

Melden Sie sich hier für den DRK-Suchdienst-Newsletter an.

Datenschutzerklärung

DRK-Suchdienst in Ihrer Nähe:

FAQ (Spätaussiedler)

Suche nach Personen und Dokumenten
Rekonstruktion von Stammbäumen
Fragen zum Thema Wysow
Beratungstermine
Übersetzung von Dokumenten
Vollmachten im Aufnahmeverfahren
Krankentransport
Neufassung des BVFG – 10. BVFG-ÄnderungsG
Stiefkinder

Suche nach Personen und Dokumenten

  • Ich suche meinen Vater, Bruder, Onkel etc. Können Sie mir helfen?

Antwort:
In der Regel ja. Aufgrund unserer über 70-jährigen Erfahrung und dank der umfangreichen Archivbestände sind wir besonders kompetent bei der Aufenthaltsermittlung deutscher Volkszugehöriger (und ihrer nichtdeutschen Angehörigen) aus Ost- und Südosteuropa (einschließlich der ehemaligen DDR), die nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges in die Bundesrepublik eingereist sind oder diese Absicht hatten/haben.

Um unsere Hilfsmöglichkeiten auch bei anderen Anliegen prüfen zu können, benötigen wir nähere Informationen zu den gesuchten Personen, wie z.B. Namen, Vornamen, Geburtsdatum, letzter Wohnort. Diese Angaben können Sie uns in Ihrer Suchanfrage übermitteln.

  • Wir suchen Unterlagen über unsere Eltern.

Antwort:
Wir können auf der Grundlage der bei uns vorhandenen Unterlagen und Daten in jedem Fall helfen bzw. beraten, wenn es sich bei den Urkunden um kriegsbedingte Einbürgerungen oder um frühere Übernahmegenehmigungen zur Einreise in die Bundesrepublik Deutschland handelt. In anderen Fällen, die im Zusammenhang mit Ereignissen des Zweiten Weltkrieges oder der Teilung Deutschlands stehen, müssen wir in jedem Einzelfall prüfen, ob wir helfen oder zumindest beraten können.

  • Ich habe einen Suchwunsch. Ich weiß aber nicht genau, ob der DRK-Suchdienst dafür zuständig ist, obwohl ich alles hier gelesen habe.

Antwort:
Sie können uns gerne trotzdem schreiben und Ihren Suchwunsch möglichst genau schildern. Sollten wir diesen nicht bearbeiten können, weil er nicht zu unserem humanitären Auftrag gehört, erhalten Sie auf jeden Fall weiterführende Hinweise von uns.

Rekonstruktion von Stammbäumen

  • Können Sie mir bei der Rekonstruktion meines Stammbaumes helfen?

Antwort:
Leider nein. Unsere Aufgabe ist die Suche nach Vermissten, die infolge von Kriegen, bewaffneten Konflikten, Flucht, Vertreibung, Aussiedlung, Migrationsbewegungen und Katastrophen den Kontakt zu ihren Familien verloren haben sowie die Zusammenführung von durch diese Ereignisse getrennten Familien über Ländergrenzen hinweg. Ahnenforschung gehört nicht zu unseren originären Aufgaben. Wenden Sie sich deshalb bitte an eine genealogische Gesellschaft. Bitte erkundigen Sie sich vor Auftragserteilung nach den dafür entstehenden Kosten.

Fragen zum Thema Wysow

  • Wie lange dauert bei Ihnen die kostenlose Wysow-Übersetzung?

Antwort:
Ab Eingang am Suchdienst-Standort Hamburg ca. drei Tage. In Eilfällen auch schneller. Bitte rufen Sie in Einzelfragen unter 040 / 4 32 02 - 172 an.

  • Für meine Angehörigen ist früher schon mal Wysow gemacht worden. Damals konnten sie nicht aussiedeln; jetzt wollen sie wieder. Nützen ihnen die früheren Bemühungen etwas?

Antwort:
Nein, nicht ohne Weiteres. Die rechtlichen und historisch - politischen Voraussetzungen waren früher ganz andere als heute. Einzelfall-Prüfung und -Beratung sind notwendig!

Beratungstermine

  • Wann kann ich bei Ihnen persönlich zum Beratungsgespräch kommen?

Antwort:
Am Standort Hamburg erreichen Sie uns zu folgenden Sprechzeiten:

Montag bis Donnerstag: 08.30 - 11.30 Uhr und 13.00 - 14.30 Uhr
Freitag: 08.30 Uhr - 11.30 Uhr

Andere Zeiten nach vorheriger telefonischer Vereinbarung möglich.

 Adresse und Kontaktdaten DRK-Suchdienst-Standort Hamburg.

Fragen zur Übersetzung von Dokumenten

  • Ich schicke Ihnen die Übersetzung des ärztlichen Attests (für Krankentransport oder Beschleunigung im schriftlichen Aufnahmeverfahren). Genügt das?

Antwort:
Nein. Am besten schicken Sie immer ein aktuelles Original aus dem Herkunftsland.

  • Übersetzen Sie auch Arbeitsbücher, Geburtsurkunden und andere Dokumente aus den UdSSR-Nachfolgestaaten?

Antwort:
Nein. Wir übersetzen nur Dokumente, die unmittelbar mit der Erledigung unserer Aufgaben zusammenhängen; dazu gehören Wysow und ärztliche Atteste. Für Übersetzungen anderer Dokumente wenden Sie sich bitte an einen vereidigten Übersetzer in Ihrer Nähe; bitte erkundigen Sie sich vor Auftragserteilung nach den dafür entstehenden Kosten.

Bevollmächtigungen im Aufnahmeverfahren

  • Übernehmen Sie auch Bevollmächtigungen im schriftlichen Aufnahmeverfahren?

Antwort:
Leider nein. Wenn Sie niemanden in Deutschland dafür haben, können Sie auch ohne bevollmächtigte Person direkt mit dem Bundesverwaltungsamt (BVA) korrespondieren. Dies dauert nur etwas länger.

Fragen zum Krankentransport

  • Mein Angehöriger ist alt und schwer erkrankt, er hat einen Aufnahmebescheid, kann aber die weite Reise nach Deutschland nicht mehr allein bewältigen. Können Sie helfen?

Antwort:
Wenn durch aktuelle ärztliche Atteste nachgewiesen ist, dass Ihr Angehöriger die Reise allein nicht bewältigen kann, gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihn zu unterstützen. Setzen Sie sich schriftlich oder telefonisch mit dem DRK-Suchdienst Standort Hamburg in Verbindung und schildern Sie Ihren Fall. Wir werden Sie im Einzelfall beraten und Ihnen ggf. bei der Durchführung eines Krankentransports für Ihren Angehörigen unterstützend zur Seite stehen.

Fragen zur Neufassung des BVFG – 10. BVFG-ÄnderungsG

  • Ich habe gehört, dass es seit September 2013 neue Regelungen für die Aussiedlung nach Deutschland gibt. Welche sind das?

Antwort:
Nach wie vor muss ein Spätaussiedlerbewerber von mindestens einem deutschen Eltern- oder Großelternteil abstammen, sich zur deutschen Nationalität bekannt haben und in der Lage sein, ein einfaches Gespräch auf Deutsch zu führen. Es ist aber nicht mehr erforderlich, dass die deutschen Sprachkenntnisse innerfamiliär erworben worden sind; auch fremdsprachliche Deutschkenntnisse reichen aus.

Ein Bekenntnis zur deutschen Nationalität kann - wie bisher schon - durch ausdrückliche Erklärung (= Eintrag in Personenstandsurkunden wie Inlandspass oder Geburtsurkunden von Kindern) oder durch den Nachweis erbracht werden, dass die Sprachkenntnisse, die für ein einfaches Gespräch ausreichen, innerfamiliär wurden.

Zusätzlich besteht nunmehr die Möglichkeit, sich durch Vorlage eines Zertifikats über die Beherrschung der deutschen Sprache entsprechend dem Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen zum deutschen Volkstum zu bekennen.

  • Ich möchte meinen Abkömmling in meinen Aufnahmebescheid einbeziehen, gibt es auch dafür neue Regelungen?

Antwort:
Ja, seit der Neufassung des Gesetzes kann die Einbeziehung ohne zeitliche Begrenzung und ohne dass Härtegründe vorliegen müssen, jederzeit nachgeholt werden. Der einzubeziehende Abkömmling muss aber weiterhin über deutsche Sprachkenntnisse entsprechend dem Niveau A1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen verfügen. Der Sprachnachweis kann entweder durch ein Zertifikat des Goethe-Instituts oder durch einen sog. „Sprachstandstest“ bei einer deutschen Auslandsvertretung (Botschaft, Generalkonsulat) erbracht werden.

  • Was passiert, wenn meine Sprachkenntnisse beim Sprachtest /Sprachstandstest nicht ausreichen?

Antwort:
Seit der Neufassung des Gesetzes ist es möglich, den „Sprachtest“ für Spätaussiedler, den das Bundesverwaltungsamt vor Ort an einigen Auslandsvertretungen durchführt, ebenso zu wiederholen, wie auch den sog. „Sprachstandstest“ für einzubeziehende Angehörige.

  • Muss mein Sohn/meine Tochter auch deutsche Sprachkenntnisse nachweisen?

Antwort:
Deutsche Sprachkenntnisse müssen nur volljährige Aufnahmebewerber nachweisen; minderjährige Abkömmlinge sind davon befreit. Sie werden ohne Sprachnachweis in den Aufnahmebescheid ihrer Bezugsperson einbezogen.
Erfolgt allerdings die Aussiedlung, nachdem der Minderjährige volljährig geworden ist, wird die Einbeziehung unwirksam.

  • Gibt es für Spätaussiedler Ausnahmen von dem Nachweis deutscher Sprachkenntnisse?

Antwort:
Der Spätaussiedler muss keinen Nachweis seiner deutschen Sprachkenntnisse erbringen, wenn er diese Fähigkeit wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung nicht besitzen kann. Hierbei hängt vieles von einer ausführlichen Schilderung und den erforderlichen Nachweisen ab. Im Rahmen seiner Beratung ist der DRK- Suchdienst Ihnen bei allen notwendigen Schritten gern behilflich.

Wir wissen worauf es ankommt. Manchmal gibt es auch mehrere Lösungen, von denen eine- je nach familiärer Interessenlage- den Vorzug verdient. Gerade in humanitären Härtefällen sind sowohl diese Interessen als auch die unterschiedlichen juristischen Voraussetzungen und Folgen zu berücksichtigen. Grundlage dafür ist eine vertrauensvolle Beratung.

  • Mein Verwandter/ meine Verwandte hat einen Ablehnungsbescheid vom BVA bekommen. Was soll ich tun?

Antwort:
Bitte rufen Sie uns an unter 040/ 4 32 01- 179 oder- 174 oder wenden Sie sich an einen Suchdienst- Mitarbeiter in Ihrem zuständigen DRK- Kreis – oder Landesverband. Jeder Fall ist anders gelagert. Wichtig ist immer: Die im Bescheid genannten gesetzlichen Fristen müssen eingehalten werden; also melden Sie sich bitte umgehend bei uns.

  • Mein Aufnahmeantrag ist vor einigen Jahren abgelehnt worden. Kann ich einen neuen Antrag stellen?

Antwort:
Nach der Neufassung des Gesetzes kann es durchaus möglich sein, ein Wiederaufgreifen eines bestands- oder rechtskräftig abgeschlossenen Verfahrens erfolgreich zu betreiben. Ganz einfach ist ein solches Verfahren nicht. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall wie o.g. an eine Suchdienst-Beratungsstelle oder an den DRK-Suchdienst Standort Hamburg. Dort wird man Ihnen die Einzelheiten erläutern.

Stiefkinder

  • Meine Ehefrau/mein Ehemann hat aus einer früheren Beziehung noch ein minderjähriges Kind mit in unsere Ehe gebracht. Dieses Kind soll mit nach Deutschland. Ist das möglich?

Antwort:
Bei minderjährigen ledigen (Stief-)Kindern ist das möglich. Und zwar im Rahmen des BVFG als potenzielle Person i.S. von § 8 Abs. 2 BVFG . Achten Sie bitte darauf, dass die Aussiedlung auf jeden Fall vor Erreichen der Volljährigkeit erfolgt. Wenn das nicht mehr möglich ist, dann wird eine gemeinsame Aussiedlung nahezu unmöglich. Über weitere Voraussetzungen, Einzelheiten und Alternativen mehr in einem individuellen Beratungsgespräch.