Trace the Face -
Online-Suche mit Fotos
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Trace the Face - Online-Suche mit Fotos nach vermissten Personen entlang der Migrationsrouten nach Europa

Bewaffnete Konflikte, politische Unruhen, existenzielle Not, Lebensmittel- oder Wasserknappheit und andere belastende Umstände: Es gibt viele Gründe, warum sich tagtäglich Menschen aus Afrika, dem Nahen Osten und Asien auf eine gefährliche und ungewisse Reise aufmachen, in der Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben in Europa.

Menschen aus Afghanistan, Eritrea, Syrien, Somalia oder Irak – alle stoßen  auf ihrer Flucht aus der Heimat irgendwann an die Außengrenzen der Europäischen Union. Von dort geht es für die Menschen über gefahrvolle Wege weiter Richtung Italien, Griechenland, Niederlande, Belgien, Großbritannien, Deutschland usw. Per Boot, im Lastwagen, zu Fuß.

Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes wird zunehmend mit Vermisstenschicksalen entlang der modernen Migrationsrouten nach Europa konfrontiert. Flüchtlinge und Migranten, die auf dem Weg nach Europa unter dramatischen Umständen von ihren Angehörigen getrennt worden sind, versuchen verzweifelt, ihre Eltern, Kinder, Geschwister und andere Verwandte wiederzufinden.

Das Suchdienst-Netzwerk der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist weltweit präsent und hat auch mit Blick auf diese globalen Entwicklungen große Bedeutung.

Trace the Face: Online-Suche mit Fotos für Personen ab 15 Jahren

Im Rahmen des Projekts Trace the Face des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz und 28 europäischen Rotkreuzgesellschaften (Stand: August 2016) geht der DRK-Suchdienst nun neue Wege bei der Internationalen Suche: Online per Foto. Suchende ab 15 Jahren, die etwa auf der Flucht von ihren Angehörigen getrennt worden sind, können über die nationale Rotkreuzgesellschaft des Landes, in dem sie sich zum Zeitpunkt der Suche aufhalten, ihr Foto auf der Webseite www.tracetheface.org des IKRK veröffentlichen, „Ich suche meine Schwester, meinen Bruder, meine Familie“, wird dazu vermerkt. Über die Suchkriterien Alter, Geschlecht und Herkunftsland lassen sich die den Nutzern angezeigten Fotos näher eingrenzen. Sowie der gesuchte Mensch selbst oder Personen, die mit ihm in Kontakt stehen, von der Suche erfahren, können sie über ein automatisch bereitgestelltes Antwortformular Kontakt zu dem jeweiligen Rotkreuz-Suchdienst aufnehmen, der mit dem Suchenden in Verbindung steht. Zum Schutz der suchenden Person vor ungewollten Kontaktaufnahmen ist dabei jedoch nicht ersichtlich, in welchem Land sich dieser Rotkreuz-Suchdienst befindet. Der Aufenthaltsort der Suchenden bleibt bei der Online-Suche per Foto anonym. Bis Juli 2016 nutzten bereits über 1.400 Menschen mit ihrem Foto die neue Online-Suchmöglichkeit.

Mit einer Auswahl der auf der Website eingestellten Fotos wird jeden Monat ein neues Plakat gestaltet, das auf diese neue Möglichkeit der Online-Suche hinweist sowie Kontaktdaten des Suchdienstes der jeweiligen Nationalen Rotkreuzgesellschaft enthält. Dieses Plakat wird in den Ländern der teilnehmenden europäischen Rotkreuz-Suchdienste möglichst weit verbreitet und gut sichtbar platziert.

Diese internationale Suchdienst-Initiative zeigt bereits Erfolge und ergänzt die bisherigen Methoden der Suche. Lesen Sie hier einige Erfolgsgeschichten.

Möchten Sie Ihr eigenes Foto auf der Website veröffentlichen lassen? Die Suchdienst-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in Ihrer Nähe unterstützen Sie gern dabei.

Hier finden Sie Informationen in Englisch, Arabisch, Dari, Paschtu, Somali, Französisch und Spanisch: www.tracetheface.org. Wir weisen außerdem auf unsere mehrsprachigen Publikationen hin, die wir Ihnen auf Wunsch auch gern zukommen lassen.

Trace the Face -kids-: Sichere Suche mit Fotos für Kinder und Jugendliche

Um die sichere Suche von und nach unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu unterstützen, steht mit Trace the Face -kids- innerhalb der Website www.tracetheface.org jetzt neu ein geschützter, nicht öffentlich zugänglicher Bereich zur Verfügung. Hier veröffentlichen ausschließlich Rotkreuz-Suchdienste Fotos von Kindern und Jugendlichen, die nach ihren Angehörigen suchen, sowie von Angehörigen, die nach Kindern suchen. Die Bilder können nur über diese Suchdienste eingesehen werden und Suchende und Gesuchte so geschützt vom Roten Kreuz wieder miteinander in Kontakt kommen.

Kinder und Jugendliche, die von ihrer Familie innerhalb Europas getrennt wurden, oder Eltern, die ihre Kinder suchen, können sich für die fotogestützte Suche jederzeit an eine Suchdienst-Beratungsstelle in ihrer Nähe wenden. Hier finden Sie unsere Kontaktdaten.