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Bestände

Der DRK-Suchdienst verfügt über umfassende Bestände, die Grundlage seiner Nachforschungen sind und diese über Jahrzehnte dokumentieren.

Herzstück dieser Bestände ist die Zentrale Namenskartei (ZNK) mit ca. 50 Millionen Karteikarten aus über 70 Jahren Suchdienstarbeit. Sie gibt Auskunft zu mehr als 20 Millionen Schicksalen von Menschen, die durch den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen zu Suchenden und Vermissten wurden. Suchwünsche, Schicksalsmeldungen, Einzelschicksale von Flüchtlingen und Heimkehrern sind darin dokumentiert; des Weiteren finden sich dort u.a. Informationen zu Kriegsstationen von Soldaten und Zivilisten, zu Gefangenschaft, Internierung, Tod oder Entlassung, Vertreibung, Flucht, sowie zur Teilung Deutschlands.

Nach über zehn Jahren Arbeit liegen die Karten der ZNK nun in digitalierter Form vor und passen jetzt auf eine Festplatte mit 5 Terabyte. Die Vielfalt an unterschiedlichsten Dokumentenvorlagen und Qualitäten, die den Karteibestand auszeichnen, sind dabei sowohl einzigartig, waren zugleich aber auch eine große Herausforderung an Technik, Personal, Arbeits- und Zeitmanagement. So ist die ZNK nun leichter und schneller zu bedienen. Gleichzeitig wird der Inhalt der Papierkarten aus der direkten Nachkriegszeit vor dem Verfall geschützt. Die digitale Ablage ist an die originale Karteikartenstruktur angepasst, so dass die Fallbearbeiter inhaltlich wie gewohnt jetzt technisch auf die Dokumente zurückgreifen können.

Die Originalkarten, wichtige historische Dokumente, wurden in 2014 aus ihren Räumlichkeiten in München an den Suchdienst-Standort Hamburg verlegt. Dort werden sie sicher verwahrt und sind weiterhin, z. B. für Forschungszwecke, zugänglich.

In der Zentralen Auskunfts- und Dokumentationsstelle des DRK-Suchdienstes finden sich außerdem Karteien über besondere Schicksalsgruppen des Zweiten Weltkrieges. Diese enthalten Angaben zu Kinderschicksalen, Umsiedlern und Verschleppten, Heimpatienten und -insassen sowie Notdienstverpflichteten beim DRK. Das sogenannte Lagerarchiv, das auf Aussagen von Kriegsheimkehrern aufgebaut ist, enthält Informationen zu 12.800 Kriegsgefangenen- und Internierungslagerstandorten, historische Karten sowie eine umfangreiche Fotosammlung zum Kindersuchdienst, zu Flucht und Vertreibung, Heimkehr sowie zur Geschichte des DRK-Suchdienstes.