Trace the Face -
Online-Suche mit Fotos
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Trace the Face - Online-Suche mit Foto in Europa

Abbildung eines Posters mit Informationen zur neuen Möglichkeit der Online-Suche in Europa
Abbildung eines Posters mit Informationen zur neuen Möglichkeit der Online-Suche in Europa

Seit September 2013 können Personen, die aufgrund bewaffneter Konflikte, Katastrophen, Flucht, Vertreibung oder Migration unfreiwillig den Kontakt zu ihren Familienangehörigen verloren haben, mit Hilfe ihres eigenen Fotos online nach ihren Angehörigen suchen. Das gemeinsame Projekt Trace the Face des IKRK und nunmehr 23 europäischer Rotkreuz-Suchdienste ermöglicht Betroffenen, sich direkt an die Rotkreuzgesellschaft ihres Aufenthaltslandes zu wenden und über diese ein Foto von sich selbst als suchende Person veröffentlichen zu lassen. Dieses Foto wird auf der Suchdienst-Website des IKRK, www.tracetheface.org, zusammen mit der Information eingestellt, welche Angehörigen dieser Person, z. B. Bruder, Mutter etc., gesucht werden. Über die Suchkriterien Alter, Geschlecht und Herkunftsland lassen sich die den Nutzern angezeigten Fotos näher eingrenzen. Sowie der gesuchte Mensch selbst oder Personen, die mit ihm in Kontakt stehen, von der Suche erfahren, können sie  über ein automatisch bereitgestelltes Antwortformular Kontakt zu dem jeweiligen Rotkreuz-Suchdienst aufnehmen, der mit dem Suchenden in Verbindung steht. Zum Schutz der suchenden Person vor ungewollten Kontaktaufnahmen ist dabei jedoch nicht ersichtlich, in welchem Land sich dieser Rotkreuz-Suchdienst befindet. Der Aufenthaltsort der Suchenden bleibt bei der Online-Suche per Foto anonym. Im Juli 2015 nutzten bereits 385 Menschen mit ihrem Foto die neue online-Suchmöglichkeit.

Mit einer Auswahl der auf der Website eingestellten Fotos gestaltet das IKRK jeden Monat ein neues Plakat, das auf diese neue Möglichkeit der Online Suche hinweist sowie  Kontaktdaten des jeweils zuständigen Rotkreuz-Suchdienstes enthält. Dieses Plakat wird in den Ländern der teilnehmenden europäischen Rotkreuz-Suchdienste möglichst weit verbreitet und dort, wo sich Flüchtlinge und Migranten erfahrungsgemäß aufhalten, gut sichtbar platziert.

Das Projekt zeigt erste Erfolge

Das Projekt zeigt erste Erfolge. So konnte eine nach Deutschland geflüchtete Syrerin bereits zwei Monate nach Beginn des Projektes ihre Eltern, von denen sie auf der Flucht getrennt worden war, mit Hilfe der Online-Suche per Foto wiederfinden.

Im März 2014 erkannte ein Mann aus Afghanistan seine Ehefrau auf einem der Fotos auf der Suchdienst-Website des IKRK. Die Frau und zwei Töchter wurden auf der Flucht bei der Überquerung der Flusses Evros in der Türkei von den anderen Familienmitgliedern getrennt. Sie hatte bereits geglaubt, dass ihr Ehemann und ihre Söhne ertrunken seien.

Im Dezember 2014 konnte eine afghanische Mutter ihren Sohn mit Hilfe der Online-Suche wiederfinden. Nachbarn in Kabul hatten ihren Sohn auf den Fotos erkannt. Sie hatte bereits acht Jahre nach ihrem Sohn gesucht. Der Sohn war nach Europa weitergeflüchtet, nachdem die Familie aufgrund des Konflikts in Afghanistan in den Iran gehen musste.

Im Februar 2015 verhalf der DRK-Suchdienst einem jungen Mann aus Afghanistan dazu, nach Monaten der Ungewissheit seine Familie wiederzufinden. Die Familie war auf der Flucht in der Türkei nahe der iranischen Grenze brutal auseinandergerissen worden und seitdem wusste er nichts über den Verbleib von Vater, Mutter und Brüdern. Der Sohn wandte sich mit einer Suchanfrage an den DRK-Suchdienst, der Vater kontaktierte unabhängig davon das IKRK in Peshawar, Pakistan. Über verschiedene Übereinstimmungen der übermittelten Schilderungen und dank der Online-Suche mit Fotos fand die Familie wieder zueinander.

Im März 2015 konnten zwei weitere Männer aus Afghanistan ihre Familien dank der Online-Suche mit Fotos wiederfinden. Ihre Geschichten finden Sie hier.

Weitere Informationen zu Trace the Face, Online-Suche per Foto, (in englischer, französischer, spanischer und arabischer Sprache) finden Sie unter: www.tracetheface.org

Möchten Sie Ihr eigenes Foto auf der Website veröffentlichen lassen? Dann können Sie sich hierfür gerne an die Suchdienst-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ihrer Nähe wenden.