Einladung zur Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld

Die Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld präsentiert im ostfriesischen Norden eine zeitgeschichtliche Dauerausstellung zur Ankunfts- und Integrationsgeschichte der Flüchtlinge und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Wo heute der Stadtteil Tidofeld liegt, befand sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs eines der größten Aufnahme- und Barackenlager in Nordwestdeutschland. Die Ausstellung umfasst Videointerviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie persönliche Erinnerungsstücke, welche die persönlichen Erfahrungen von Heimatverlust, Neuanfang und Integration verdeutlichen. 

Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms der Gnadenkirche Tidofeld war der DRK-Suchdienst im August 2025 vor Ort zu Gast. In ihrem Vortrag veranschaulichte Laura Matthausen, Leiterin Suchdienst im DRK-Landesverband Niedersachsen, den knapp 50 interessierten Besucherinnen und Besuchern unter dem Titel „Hoffnung auf ein Lebenszeichen – Der DRK-Suchdienst im Wandel der Zeit“ die Geschichte und Aufgaben des DRK-Suchdienstes Dabei griff sie auch die Themen der Dauerausstellung auf und ordnete den DRK-Suchdienst als Teil des internationalen Suchdienst-Netzwerks der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ein. Bei ihren Ausführungen zur Geschichte des DRK-Suchdienstes seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute legte Laura Matthausen einen Schwerpunkt darauf, dass die Suche nach Menschen, die von ihren Familien getrennt worden sind, zeitlos ist. Denn so wie mit seiner Suche und Schicksalsklärung der Vermissten des Zweiten Weltkriegs hilft der DRK-Suchdienst im Rahmen seiner Internationalen Suche verzweifelten Menschen, die im 21. Jahrhundert aufgrund bewaffneter Konflikte, Katastrophen, Flucht, Vertreibung und Migration den Kontakt zu ihren Familien verloren haben.