Tagung der Konventionsbeauftragten des DRK 2025 in Düsseldorf

Im November 2025 hat in Düsseldorf das jährliche Treffen der Konventionsbeauftragten des DRK stattgefunden. Die zweitägige Veranstaltung, die das DRK-Generalsekretariat und der DRK-Landesverband Nordrhein gemeinsam organisiert hatten, bot den Teilnehmenden eine wichtige Plattform für den fachlichen Austausch und zur Vertiefung zentraler Inhalte rund um das Humanitäre Völkerrecht (HVR). 

Anlässlich des 60. Jahrestags der Grundsätze der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ging Michael Sieland, Landeskonventionsbeauftragter des DRK-Landesverbands Nordrhein, in seinem Beitrag auf die Bedeutung von Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität ein. Dr. Katja Schöberl, Leiterin der Stabsstelle Internationale Beziehungen und HVR im DRK-Generalsekretariat, erläuterte dem interessierten Publikum die Vorgaben des Dritten Genfer Abkommens, das den Schutz von Kriegsgefangenen regelt. Daran anknüpfend stellte Claudia Bliesener, Referentin für das Amtliche Auskunftsbüro (AAB) in der DRK-Suchdienst-Leitstelle, den Konventionsbeauftragten des DRK das AAB und seine Aufgaben im internationalen bewaffneten Konflikt vor, einschließlich seiner geschichtlichen Entwicklung und aktueller Fragen. In diesem Zusammenhang wies sie auch auf die regelmäßigen Informationsveranstaltungen zum AAB hin, die auf DRK-Landesverbandsebene durchgeführt werden. Diese bieten eine gute Gelegenheit für die Leiterinnen und Leiter Suchdienst in den DRK-Landesverbänden und die Konventionsbeauftragten des DRK, sich für das gemeinsame Anliegen der Verbreitungsarbeit einzusetzen. Im Verlaufe der Tagung konnten die Teilnehmenden ihre Kenntnisse über die rechtlichen Grundlagen des HVR vertiefen sowie über aktuelle Anwendungsfragen vor dem Hintergrund jüngerer internationaler Konflikte diskutieren.