Zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag 2025 im Deutschen Bundestag

Am 16. November 2025 hat im Deutschen Bundestag die zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag stattgefunden. Seit über 70 Jahren wird diese vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) ausgerichtet. Unter den mehr als 1.200 Gästen der Veranstaltung war auch der DRK-Suchdienst auf Einladung des VDK vor Ort vertreten.
Die feierliche Gedenkstunde stand in diesem Jahr im Zeichen der deutsch-italienischen Partnerschaft und wurde von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner eröffnet. Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella veranschaulichte als Ehrengast in seiner Gedenkrede mit Blick auf die gemeinsame weitreichende Geschichte und das heute vereinte Europa der freiheitlichen und friedlichen Demokratien die Bedeutung von Multilateralismus, Frieden und gemeinsamer politischer Verantwortung. Im Anschluss sprach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Totengedenken – erstmals erweitert um Menschen, die während des Nationalsozialismus aufgrund ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität verfolgt worden waren, sowie um Polizistinnen und Polizisten, die im Einsatz ihr Leben verloren haben.
Die Mädchenkantorei am Bremer Dom sowie ein Ensemble des Musikkorps der Bundeswehr sorgten für die musikalische Begleitung der Gedenkstunde. Inhaltlich gestaltet wurde diese auch durch Beiträge von jungen Erwachsenen, die ehrenamtlich die Arbeit des VDK und die Kriegsgräberpflege auch im Ausland unterstützen. Dabei wurde deutlich: Hinter den vielen Tausend Namen auf den Kriegsgräbern in Europa stehen die persönlichen Schicksale der Verstorbenen sowie ihrer Familien und es gilt, die Erinnerung an sie zu bewahren.
Auch für den DRK-Suchdienst, den bis heute jedes Jahr Tausende Anfragen zur Schicksalsklärung Zweiter Weltkrieg wie zur Internationalen Suche nach Vermissten aufgrund von Konflikten der Gegenwart erreichen, ist der Volkstrauertag ein wichtiger Anlass, der verdeutlicht, wie eng die humanitäre Arbeit des Suchdienstes, das Gedenken an die Opfer von Kriegen und Gewalt sowie der gemeinsame Einsatz für den Frieden miteinander verbunden sind.