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  1. Informationen und Hintergründe

Herausforderungen bei der Suche

Die Gründe, warum Familien weltweit heute den Kontakt zueinander verlieren, sind vielfältig. Die vier Hauptherkunftsländer der Suchenden, die sich in den vergangenen Jahren an den DRK-Suchdienst gewandt haben, sind Afghanistan, Somalia, Irak und Syrien. Damit stellen Flucht und Migration aus Ländern, in denen bewaffnete Konflikte oder Angst vor Verfolgung herrschen, international die wichtigsten Gründe für Familientrennungen dar.

Migrantinnen und Migranten machen sich oft allein oder in kleinen Gruppen auf den Weg. In den meisten Fällen verfügen sie über eigene Mobiltelefone oder Smartphones, die aber auf der Flucht abhanden kommen können. Wir beobachten diverse Gründe, die möglicherweise zu einem Kontaktverlust führen, zum Beispiel:

  • besondere Vulnerabilität der Betroffenen (z.B. Opfer von Menschenhandel, Minderjährigkeit, Analphabetismus),
  • Gefangennahme,
  • kein Zugang zu Kommunikationsmitteln oder kein Zugang zu Strom und Internet,
  • Tod und keine Benachrichtigung der Angehörigen.

Die neutrale Hilfe des DRK-Suchdienstes für Suchende in Deutschland erfolgt allein aufgrund der emigrationsbedingten Trennung, unabhängig vom Aufenthaltsstatus.

Bei der Suche besteht die Herausforderung vielfach darin, dass die Suchenden oftmals selbst keine Anhaltspunkte (mehr) dazu haben, in welchem Transit- oder Zielland ihre Angehörigen sein könnten oder zu vermuten sind. Eine aktive Suche mithilfe anderer Rotkreuz-/Rothalbmond-Gesellschaften oder des IKRK ist dann häufig nicht möglich. Daher passen wie unsere Suchmethoden und -instrumente laufend an diese Herausforderungen bei der Suche an.

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