Trace the Face -
Online-Suche mit Fotos
Family Links Poster
Trace the Face -
auch auf Facebook 
Link zum internationalen Suchdienst-Netzwerk Family Links Network

Melden Sie sich hier für den DRK-Suchdienst-Newsletter an.

Datenschutzerklärung

DRK-Suchdienst in Ihrer Nähe:

Zentrale Namenskartei

Geschichte
Inhalt
Systematik
DDR-Daten

Die Zentrale Namenskartei ist das wichtigste Auskunftsmittel des DRK-Suchdienstes.

Die 50 Millionen Karteikarten informieren über

  • neue Daten,
  • eingegangene Meldungen,
  • durchgeführte Maßnahmen sowie
  • geklärte und offene Schicksale.

Sie enthält Aussagen zu mehr als 20 Millionen Suchfällen.

Geschichte der Zentralen Namenskartei

Die Geschichte dieser Kartei begann in den westlichen Zonen des besetzten Deutschlands: in Hamburg, in München, in Stuttgart und Saarbrücken. In der östlichen Besatzungszone entstand zeitgleich die Kartei des „Suchdienstes für vermisste Deutsche“.

Im Zuge der Zentralisierung des Bereichs Nachforschung wurden die Hamburger und die Münchner Kartei 1950 am Standort München zusammengeführt. Der Suchdienst am Standort Hamburg übernahm neue Aufgaben der Nachkriegszeit: Familienzusammenführung, materielle Unterstützung sowie Materielle- und Gesundheitshilfen.

Digitalisierung der Zentralen Namenskartei

Die Arbeitsprozesse innerhalb der Suchdienstarbeit wurden zunehmend elektronisch ausgerichtet: Das Workflow-System und die elektronische Einbindung von Daten aus unterschiedlichsten Quellen (z. B. durch den Dokumentenerwerb) führten bei der herkömmlichen Nutzung der ZNK zu unerwünschten Medienbrüchen. Dies machte eine Anpassung an den allgemeinen technischen Standard erforderlich. Nach über zehn Jahren Arbeit liegen die Karten der ZNK in digitalisierter Form vor und passen jetzt auf eine Festplatte mit 5 Terabyte. Die Vielfalt an unterschiedlichsten Dokumentenvorlagen und Qualitäten, die den Karteibestand auszeichnen, waren zugleich aber auch eine große Herausforderung an Technik, Personal, Arbeits- und Zeitmanagement.

So ist die ZNK nun leichter und schneller zu bedienen. Gleichzeitig wird der Inhalt der Papierkarten aus der direkten Nachkriegszeit vor dem Verfall geschützt. Die digitale Ablage ist an die originale Karteikartenstruktur angepasst, so dass die Fallberarbeiter inhaltlich wie gewohnt aber jetzt technisch auf die Dokumente zurückgreifen können. Die Originalkarten, wichtige historische Dokumente, wurden in 2014 aus ihren Räumlichkeiten in München an den Suchdienst-Standort Hamburg verlegt. Dort werden sie sicher verwahrt und sind weiterhin, z. B. für Forschungszwecke, zugänglich.

Inhalt der Zentralen Namenskartei

Suche in der Zentralen Namenskartei. Foto:  E. Gurian/DRK Suchdienst Die Zentrale Namenskartei ist die größte Nachforschungskartei Deutschlands. Sie enthält Suchanfragen und Meldungen zu allen Schicksalsgruppen, für die der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes seine Nachforschungen aufnahm:

  • vermisste Soldaten und Zivilpersonen,
  • alleinstehende Kinder,
  • Inhaftierte auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone/DDR.

Neben Millionen von Suchanfragen von Privatpersonen, v.a. Angehörigen und öffentlichen Stellen, hat die Zentralkartei im Laufe der Jahrzehnte eine Reihe wichtiger Spezialkarteien aufgenommen, z.B.:

  • Kinderkartei (Namens- und Merkmalkarteien von unbegleiteten Kindern)
  • Kriegsgefangenen- und Vermissten-Registrierung von 1950
  • Gesamterhebung der Vertreibungsverluste von 1955 bis 1959
    (ca. 124.000 Karteikarten)
  • Zentrale Interniertenkartei
    (ca. 1.200 Karten inkl. Haftfälle DDR vom Standort Hamburg)
  • Kartei der Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit
    (ca. 900.000 Karten inkl. Haftfälle NKWD-Lager SBZ/DDR, Haftfälle DDR)
  • Karteien aus dem Abgleich mit der Deutschen Dienststelle (WASt), Behörden, Gerichten, auch lokalen Versorgungsbehörden (Heimkehrermeldekarten)
  • Karteien der dänischen Flüchtlingsadministration Kopenhagen betreffend Flucht über die Ostsee, Ankunft und Internierung in Dänemark (ca. 200.000 Karten)

Systematik der Zentralen Namenskartei

Die Zentralkartei ist alphabetisch– phonetisch nach den Familiennamen Gesuchter geordnet. Die phonetische Erfassung ermöglicht auch die Suche und Zusammenführung von Namen mit komplizierter Schreibweise.

Die Kartei ist Grundlage für jede Nachforschung, die im Zusammenhang mit den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges steht. Darum sind in der Suchanfrage möglichst vollständige Angaben zur gesuchten sowie suchenden Person erforderlich.

Daten der ehemaligen DDR

Die Kartei des DRK-Suchdienstes der DDR, vormals Kartei des „Suchdienstes für vermisste Deutsche“, hat ihre Wurzeln in der „Zentralkartei der Provinz Sachsen“ (Halle). Sie wurde 1946 für die Registrierung sogenannter Umsiedler, d.h. Flüchtlinge, gegründet.

Die Kartei wurde 1990 an den Standort München übergeben. Die ca. 8 Millionen Karteikarten bestehen vorwiegend aus Such- und Stammkarten (d.h. aus der Verkartung von Suchanträgen) und dem Abgleich mit Meldebehörden.

Da es eine staatliche Vermisstenregistrierung bzw. eine systematische Heimkehrerbefragung auf dem Gebiet der SBZ/DDR nicht gab, sind Heimkehrermeldungen bzw. Registrierkarten im Bestand kaum bzw. gar nicht vorhanden.

Auch diese Datenbank wird bei jeder Suchanfrage geprüft.