Im Wrack der Maschine wurden die sterblichen Überreste des Piloten gefunden. Durch die Bestimmung der Maschine konnte der Pilot identifiziert werden. 1943 war er als vermisst gemeldet und nach Kriegsende offiziell für tot erklärt worden. Seine Mutter und Schwester hatten jedoch die Hoffnung nie aufgegeben, sein Schicksal doch noch zu klären, und Suchanfragen an den DRK-Suchdienst gestellt.
Mit Fund des Flugzeugwracks bestand endlich die Möglichkeit, die sterblichen Überreste des Piloten zu exhumieren und würdig zu bestatten. Die italienischen Behörden erklärten sich bereit, eine kostenfreie Exhumierung durchzuführen – allerdings unter der Voraussetzung, dass ein entsprechender Wunsch eines nächsten Angehörigen schriftlich vorläge.
Daraufhin führte der DRK-Suchdienst umfangreiche Recherchen in verschiedenen Archiven durch, um Familienangehörige des Piloten ausfindig zu machen. Mit Erfolg – denn schließlich konnte sein Neffe Gerhard W. gefunden werden. Dieser hatte großes Interesse an der Exhumierung seines Onkels. Der DRK-Suchdienst stellte daraufhin den Kontakt her zwischen dem Neffen und der zuständigen Stelle der Luftwaffe, dem NATO Deployable Air Command and Control Centre (DACCC) aus dem italienischen Poggio Renatico, das bereits in Kommunikation mit den italienischen Behörden stand. Außerdem übermittelte der DRK-Suchdienst eine Bestätigung, aus der hervorgeht, dass Gerhard W. als nächster Angehöriger des Piloten Walter L. gilt.
Mit dieser Unterstützung konnten die Voraussetzungen für eine würdevolle Exhumierung und Bestattung von Walter L. geschaffen werden – 81 Jahre nachdem dieser als vermisst gemeldet worden war.