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Dokumente

Die folgenden Bestände befinden sich alle beim DRK-Suchdienst Standort München; unabhängig von ihrem Herkunftsort.

Der Standort München ist seit 1982 die Zentrale Auskunfts- und Dokumentationsstelle des DRK-Suchdienstes.

Zweiter Weltkrieg und Folgen
Konflikte und Katastrophen der Gegenwart
Bestand des Standortes Hamburg
Bestand der DRK-Landesverbände
Bestand des Evangelischen Hilfswerkes
Bestand des DRK-Suchdienstes der DDR
Bestand Spezialforschung
Bestand Gruppennachforschungen
Sonderkarteien
Geschichte des DRK-Suchdienstes
Fotosammlung
Karten und Pläne
Adresse und Öffnungszeiten der Auskunfts- und Dokumentationsstelle

Nachforschungsbestand des Standortes München

Blick auf die Bestände der Zentralen Namenskartei. Foto: E. Gurian/DRK SuchdienstZweiter Weltkrieg und seine Folgen

  • Zentrale Namenskartei (Link)
  • Heimkehrermeldungen / Heimkehrerbefragung ab 1945
  • Heimkehrerkartei (ab 1950, nach Einheiten gegliedert, ca. 2,2 Millionen Angaben zu Heimgekehrten)
  • Vermisstenlisten (ab 1950/51, ca. 1.000.000 Soldaten)
  • Listen der Ad-hoc-Kommission für Kriegsgefangene
    (UN, 1951 – 1953, ca. 1.300.000 Vermisste/Ostvermisste)
  • Listen der Zivilgefangenen „Die deutschen Deportierten in der UdSSR/Die Deutschen Zivilgefangenen im Ausland außerhalb der UdSSR“ (1951 – 1953)
  • Vermissten-Bildlisten des Deutschen Roten Kreuzes
    (ab 1957, ca. 1.400.000 Wehrmachtsvermisste nach Einheiten)
  • Zivilverschollenen-Liste des Deutschen Roten Kreuzes
    (ab. 1959, ca. 120.000 Fälle)
  • Auskünfte des ehem. Sowjetischen -, heute Russischen Roten Kreuzes in Vermisstenfällen
    (Zivilvermisste und Wehrmacht, ca. 400.000 Fälle)
  • Heimkehrer-Transporte/Spätheimkehrer (1954 – 1956, Lager Friedland)
  • Lagerdokumentation: Verschleppungswege, Lager, Gewahrsamsbereiche (Heimkehrerberichte) (Link: Sonderkarteien/Lagerarchiv)
  • Haftfälle DDR, Haftlisten (ca. 1960 – 1982)
  • NKWD-Lager/Sonderlager auf dem Gebiet der SBZ/DDR (Karteikarten und Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit, Heimkehrerlisten)
  • Kindersuchdienst: Plakate, Bildlisten, Bildkarteien (1945 – 1985)
  • Heimkehrer- und Krankentransporte aus der Sowjetunion (1946 – 1948)

Recherche im Teilbereich zum ehemaligen Jugoslawien. Foto: E. Gurian/DRK SuchdienstKonflikte und Katastrophen der Gegenwart

Diese Karteien enthalten in der Regel die bei der Internationalen Suche üblichen Such- und Stammkarten zu einzelnen Fällen, dazu Rotkreuzmitteilungen, die über das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf v.a. im Zusammenhang mit so genannten Family Messages eingegangen sind, auch Auswertungen von übergebenen staatlichen Listenbeständen über bestimmte Schicksals- bzw. Einwanderergruppen.

  • Vietnam-Kartei: Beginn 1975. Die Kartei wird weiterhin geführt; Suchanfragen und Meldungen gehen noch heute ein. Enthalten sind ca. 53.000 Personenangaben zu Gesuchten und Suchenden.
  • Iran/Irak-Kartei: Beginn 1982 (2. und 3. Golfkrieg). Kartei wird weiterhin geführt; bis jetzt ca. 9.400 Personenangaben/Meldungen zu Gesuchten und Suchenden.
  • Irak-Kartei: Bis jetzt ca. 1900 Suchanträge/Personenmeldungen; Beginn ab 1991.
  • Jugoslawien-Kartei: Suchanträge aller Balkankriege ab 1991. Ca. 590.000 Personenmeldungen enthalten: Suchanträge zu 70.000 Vermissten, ca. 540.000 Familiennachrichten.
  • Albanien (ca. 6000 Suchfälle ab 1990)
  • Eritrea (ca. 3.800 Suchfälle/Personenmeldungen ab 1980)
  • Libanon (ca. 10.800 Suchfälle/Meldungen ab 1982)
  • Ruanda (ca. 1950 Suchfälle/Meldungen ab 1994)
  • Somalia (ca. 6700 Suchfälle/Meldungen ab 1991)
  • Sri Lanka (ca. 1800 Suchfälle/Meldungen ab 1987) und weitere Länder: Schwerpunkte Afrika und Südostasien

Dokumentationsbestand des Standortes Hamburg

  • Familienzusammenführung DDR (Zusammenarbeit mit DDR- Stellen, Auffanglagern, Statistik, 1961 – 1989)
  • Betreuung, Beratung und Ausreise aus der Sowjetunion, Polen, CSSR und Rumänien (ab 1954)
  • Haftfälle Osteuropa und DDR (ab 1950)
  • NKWD-Lager auf dem Gebiet der SBZ/DDR, Nachforschungsmethoden, Heimkehrerangaben, Einzelfälle (ab 1950)

Nachforschungsbestand der Suchdienste der DRK-Landesverbände

(so genannte Landesnachforschungsdienste)

  • Einzelfälle aus den Landesverbänden (ab 1948)
  • Nachforschungskarteien von DRK Landes- und örtlichen Verbänden (Link Sonderkarteien)

Nachforschungsbestand Evangelisches Hilfswerk für Internierte und Kriegsgefangene (EHIK)

  • Such- und Betreuungskarteien,
  • Lager- und Einheitenkarteien, (ab 1948)

Nachforschungsbestand DRK-Suchdienst der DDR

  • Karteikartenkasten aus dem Nachforschungsbestand der DDR. Foto: E. Gurian/DRK SuchdienstZentralkartei des DRK-Suchdienstes der DDR
  • Transportunterlagen: Überführung der deutschen Bevölkerung aus den Historischen Deutschen Ostgebieten und dem Sudetenland in die DDR (1948), Transporte zwischen der SBZ und den westlichen Besatzungszonen (Heimkehrer und Zivilpersonen, 1945 – 1948, Lagerstandorte
    (Quarantäne-, Umsiedler- und Auffanglager auf dem Gebiet der SBZ/DDR (1946 – 1949))
  • Kindersuchdienst: Kinderbildkartei (ab 1945)
  • Kindersuchdienst: „Kindererfassungsaktion“ (Kindertransportlisten nach Abfahrts- und Zielorten, ab 1948)
  • Grabnachforschung auf dem Gebiet der DDR, Sammlung von Grabnachweisen/Gräberlisten: Gräber sowjetischer Soldaten und NS-Verfolgter (ab 1950, nach Orten)
  • Krankentransporte aus dem Entlassungslager Gronenfelde (ab 1946 )
  • Sammlungen zu Kriegslazaretten, zusammengetragen aus einigen Standorten der Sowjetischen Besatzungszone (ab 1942)

Nachforschungsbestand Spezialnachforschungen

  • Nachforschung nach „Spezialisten“ (verschleppte Wissenschaftler, Ingenieure und Fachhandwerker in die UdSSR, 1950 – 1956)
  • Nachforschungen nach Mitgliedern der Fremdenlegion (Sonderkartei)

Nachforschungsbestand/Gruppennachforschung

„Einzelschicksalsbestimmung aus der Einheitengruppe“: Begutachtung von Vermisstenfällen auf der Grundlage des Einheitenschicksals (ca. 1.200.000 Fälle)
Nachforschung zu ausgewählten Kampfschauplätzen/Kampfräumen und Einheiten (ab 1950)

Sonderkarteien

Recherche in der Sonderkartei. Foto: E. Gurian/DRK SuchdienstKindersuchdienst, Merkmalkartei: Charakterisierung von vorwiegend namenslosen Suchkindern nach körperlichen Merkmalen, Fundorten und Ausstattungsmerkmalen (1945 – 1960)

Kartei des Entlassungslagers Gronenfelde bei Frankfurt/Oder (Juli 1946 – Mai 1948, Entlassungen deutscher Kriegsgefangener und Zivilinternierter 1.050.000 Entlassungen, 2.300 Mikrofiches)

Lagerarchiv: Sammlung von Heimkehrerangaben über Bedingungen und Zustände in ca. 12.800 Gewahrsamsorten (begonnen 1947 von der Sammelstelle für Heimkehrernachrichten in Stuttgart, seit 1950 vom Standort München fortgeführt)

DRK-Personal (Schwestern, Schwesternhelferinnen und Hilfsdienstverpflichtete): Personalkarteien und –Akten einzelner DRK- Landes- und Kreisverbände (Sammlung, betreffend Einsatzzeiten im II. Weltkrieg)

Suchkartei des Suchdienstes des DRK Landesverbandes Berlin: ca. 1,5 Millionen Karteikarten (ab 1948 bis 1989)

Archiv zur Geschichte des DRK-Suchdienstes

Die übernommenen Unterlagen (Akten) aller o.g. Suchdiensteinrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes spiegeln die Geschichte des DRK-Suchdienstes. Sie dokumentieren insbesondere die Planung und Durchführung von Nachforschungsprojekten (Heimkehrerbefragung, Vermisstenlisten, Vermisstenbildlisten, Verträge mit ausländischen Archiven), die Begutachtung, auch Spezialnachforschungen, den Austausch von Suchanfragen mit den Schwestergesellschaften der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, sowie die Aktivitäten des Deutschen Roten Kreuzes im Bereich der Familienzusammenführung und der Materiellen- und Gesundheitshilfen wider.

Fotosammlung

Ca. 6.000 Aufnahmen von Heimkehrern/Spätheimkehrern, suchenden Kindern, Begegnungen. Bildersammlungen zur Geschichte des DRK Suchdienstes.

Karten/Pläne

Sammlung von topographischen, politischen, historischen und Militärkarten (Wehrmachtkarten) sowie Spezialkarten zu Suchdienstnachforschungen (Schicksalsgruppen, Verschleppungsorte und Lagerbereiche).

Adresse und Öffnungszeiten der Auskunfts- und Dokumentationsstelle

DRK-Suchdienst
Standort München
Chiemgaustraße 109
81549 München

Montag bis Donnerstag: 9.00 - 15.00 Uhr
Freitag: 9.00 - 12.00 Uhr

Der Zugang ist nur nach schriftlicher Voranmeldung/Anfrage möglich. Über die datenschutzrechtlichen Bestimmungen bezüglich der Einsichtnahme bzw. Vorlage informieren wir Sie vorab.